SchUM-Kulturtage 2026 in Speyer starten mit der Vernissage zur Ausstellung „Haus der Ewigkeit“

Am Donnerstag, 8. Oktober 2026, werden in Speyer die SchUM-Kulturtage 2026 eröffnet. Den Auftakt bildet um 17 Uhr die Vernissage der Ausstellung „Haus der Ewigkeit – Jüdische Friedhöfe im mitteleuropäischen Kulturraum“ im Typografischen Kabinett der Städtischen Galerie.
Die Ausstellung richtet den Blick auf jüdische Friedhöfe in Deutschland, Polen, der Ukraine und Tschechien. Gezeigt werden Fotografien von Marcel-Th. und Klaus Jacobs, die über viele Jahre entstanden sind und die Atmosphäre sowie die kulturhistorische Bedeutung dieser Orte dokumentieren. Für Speyer hat die Schau eine besondere Bedeutung, weil der historische jüdische Friedhof der Stadt heute nicht mehr erhalten ist. Die Fotografien des „Freundeskreises zur Dokumentation jüdischer Friedhöfe im mitteleuropäischen Kulturraum e. V.“ eröffnen damit auch einen Zugang zu einer Form jüdischer Erinnerungskultur, die in Speyer nur noch über historische Zeugnisse und Darstellungen nachvollziehbar ist.
Eröffnet wird die Ausstellung von Bürgermeister Prof. Dr. Alexander Schubert. Musikalisch begleitet wird die Vernissage vom Chor der Jüdischen Kultusgemeinde Rheinpfalz unter der Leitung von Inna Vashinskaja.
Mit der Ausstellungseröffnung beginnt zugleich ein Programm, das bis zum 15. November 2026 unterschiedliche Facetten jüdischer Geschichte, Kultur und Gegenwart in den Mittelpunkt stellt. Dazu gehören Führungen, Vorträge, Musik- und Literaturveranstaltungen ebenso wie ein Kochkurs, ein Filmabend und Angebote der Erinnerungskultur.
Weitere Programmpunkte
Zu den besonderen Veranstaltungen zählt das Konzert der international bekannten Band Dobranotch am Donnerstag, 29. Oktober 2026, um 19 Uhr im Alten Stadtsaal. Die Formation verbindet Klezmer mit Balkanbeats und weiteren musikalischen Traditionen.
Im November folgt die szenische Lesung „Jews Undercover“ von Stéphane Daniel Bittoun am Donnerstag, 12. November 2026, um 19 Uhr ebenfalls im Alten Stadtsaal. Die Veranstaltung verbindet Lesung, Schauspiel und Film und erzählt von Menschen, die ihre Identität aus unterschiedlichen Gründen verbergen mussten.
Einen Tag später, am Freitag, 13. November 2026, um 19 Uhr, liest Tanya Raab in der Stadtbibliothek Villa Ecarius aus ihrem Buch „Shalom“. Die Lesung setzt sich mit jüdischem Leben in Deutschland und den Vorstellungen auseinander, die damit häufig verbunden werden.
Die drei Veranstaltungen stehen beispielhaft für die Bandbreite der diesjährigen SchUM-Kulturtage von traditioneller und zeitgenössischer Musik über historische Themen bis hin zu persönlichen Perspektiven auf jüdisches Leben in der Gegenwart.
Die Ausstellung „Haus der Ewigkeit – Jüdische Friedhöfe im mitteleuropäischen Kulturraum“ ist ab dem 8. Oktober 2026 im Typografischen Kabinett der Städtischen Galerie zu sehen. Die SchUM-Kulturtage in Speyer dauern vom 8. Oktober bis 15. November 2026.
Das vollständige Programm und Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen sind unter www.speyer.de/schum-kulturtage abrufbar. Tickets sind in der Tourist-Information Speyer sowie online über Reservix erhältlich.
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