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Too beautiful! – Der englische Blick auf den Rhein

Ausstellung ab Mai 2025 zeigt die britisch-rheinische Kulturdynamik des 19. Jahrhunderts mit Einblicken in Kunst, Literatur und Tourismus, geprägt durch Queen Victorias Besuch

Von Redaktion Koblenz
Too beautiful! – Der englische Blick auf den Rhein
Fiktives KI-SymbolbildKI-generiert · Herausgeber: Hessen App GmbHBild 1 von 3

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Das Mittelrhein-Museum lädt zur Sonderausstellung „“ ein. Die Ausstellung gewährt einen spannenden Einblick in die wechselvolle Beziehung zwischen Großbritannien und dem Rheinland im 19. Jahrhundert. Mit ihrer Eröffnung am 9. Mai 2025 um 19 Uhr wird ein kulturelles Highlight präsentiert, das nicht nur Kunstfreunde, sondern auch Geschichtsinteressierte begeistern dürfte.

Der englische Rhein: Entdeckung, Inspiration und Romantik

Nach dem Ende der Napoleonischen Kriege konnten Briten ab 1815 wieder ungehindert den Kontinent bereisen. Modernste Dampfschifffahrt ermöglichte komfortable Reisen von London ins Rheinland, sodass bereits 1828 rund 33.000 Touristen den Linienverkehr nutzten – die Hälfte davon britischer Herkunft. Die aufkommende touristische Infrastruktur mit Hotels, Schiffsanlegern und Eisenbahnlinien beförderte einen regen Austausch.

Besonders prägend war der Besuch von Queen Victoria im Jahr 1845, die gemeinsam mit ihrem Prinzgemahl eine Rheinkreuzfahrt unternahm. Begeistert von der Landschaft, hielt sie ihre Eindrücke mit den Worten „Too beautiful!“ im Tagebuch fest. Ihre Bewunderung gilt als Initialzündung für Maler, Schriftsteller und breite Publikumsschichten, die fortan den Rhein als romantisches Sehnsuchtsziel entdeckten.

Die romantische Verklärung und der Massentourismus

Das pittoreske Rheintal mit seinen charakteristischen Burgen inspirierte Künstler wie William Turner und Clarkson Stanfield ebenso wie Literaten, darunter Lord Byron, der 1816 das Gedicht „The Castled Crag of Drachenfels“ verfasste. Englische Darstellungen blendeten dabei häufig den technischen Fortschritt und Veränderungen in der Landschaft durch den Ausbau von Eisenbahnlinien aus.

Die vielfältigen Arbeiten, darunter Gemälde, Aquarelle, Fotografien, Tagebücher, Reiseliteratur und Karikaturen, spiegeln die Vorlieben und Erwartungen der Reisenden wider. Bereits im 19. Jahrhundert zeichnete sich eine Entwicklung ab, die heute als

bekannt ist.

Ausstellungskatalog und Kooperationen

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog im Kunstverlag Josef Fink, der vertiefende Informationen und zahlreiche Abbildungen bereitstellt. Für die Umsetzung der Ausstellung wurden namhafte Partner gewonnen: das Siebengebirgsmuseum Königswinter, die Sammlung RheinRomantik und das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz tragen maßgeblich zum Gelingen bei.

Veranstaltungen rund um die Ausstellung

  • Internationaler Museumstag 2025 (18. Mai, 13:30 Uhr): Öffentliche Führung zum Thema William Turners Besuche am Rhein.

  • Vortrag (12. Juni, 18:00 Uhr): „The Nonplusultra of landscape perfections“ – Tagebuchaufzeichnungen englischer Gäste, mit Dr. Barbara Koelges.

  • Kuratorinnenführung (3. Juli, 18:00 Uhr): Mit Dr. Claudia Heitmann.

  • Kunst- und Literaturführung (20. Juli, 15:00 Uhr): Thematische Führungen durch die Ausstellung.

  • Lesung (Freitag, 18 Uhr): William M. Thackeray: „Die Kickleburys am Rhein“. Teilnahmegebühr: 10 € (Abendkasse).

  • William-Turner-Route (2. September, ab 17:00 Uhr): Einweihung einer Plakette am Pegelhaus Koblenz, Ausstellungsrundgang und Umtrunk.

  • Museumsnacht Koblenz 2025 (6. September, 20:00 Uhr): Kuratorinnenführung mit Sandra Laute.

  • Finissage (7. September, 11:00 Uhr): Abschlussveranstaltung der Ausstellung.

  • Öffentliche Führungen: Sonntage, 6. und 17. August 2025, jeweils 15 Uhr.

    Relevante Künstler und Bildnachweise

    • William Callow: Ansicht Ehrenbreitstein von Süden, 1894. (Bildrecht: Mittelrhein-Museum/Thomas Hardy)
    • James Baker Pyne: Die Marksburg von Süden, 1855. (Privatbesitz, Foto: Mittelrhein-Museum/Thomas Hardy)
    • Bedeutung für die Region

      Die kommende Ausstellung beleuchtet nicht nur die historische Wechselwirkung zwischen britischer Kultur und dem Rheinland, sondern unterstreicht auch die Bedeutung des Rheintals als touristisches Ziel im internationalen Kontext. Die Zusammenarbeit mit regionalen und überregionalen Partnern hebt zudem die kulturelle Vielfalt und die enge Vernetzung der Museumslandschaft hervor.

      Die Ausstellung „“ bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte, um sich mit der Entwicklung des modernen Tourismus, dem Werk großer Künstler und der Anziehungskraft des Rheins auseinanderzusetzen. Mit einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm und hochkarätigen Kooperationspartnern setzt das Mittelrhein-Museum einen Akzent im kulturellen Leben der Region.

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