Sicherungsarbeiten am Nordhang in Koblenz starten
Bewuchs wird entfernt, Wege für drei Tage gesperrt – Sanierungsplanung im Projekt „Festungsstadt Koblenz“

In Koblenz beginnen ab Montag umfangreiche Sicherungsmaßnahmen am Nordhang unterhalb des Forts Großfürst Konstantin auf der Karthause. Im Zentrum der Arbeiten steht die Entfernung eines Großteils des Bewuchses an den steil abfallenden Felsen, um die Stabilität des Hangs zu gewährleisten und potenzielle Gefahren für die darunter verlaufenden Verkehrswege zu minimieren.
Hintergrund der Sicherungsarbeiten
Die Arbeiten erfolgen im Auftrag des Eigenbetriebs Grünflächen- und Bestattungswesen und sind auf zwei Tage angesetzt. Der betroffene Nordhang ist in den vergangenen Monaten durch kleinere Felsausbrüche auffällig geworden. Da mehrere Fuß- und Radwege unterhalb der Felsen verlaufen, haben sich die Verantwortlichen in Abstimmung mit der Oberen Naturschutzbehörde entschlossen, die Entfernung des Bewuchses vorzuziehen.
Um den Eingriff in die Natur möglichst verträglich zu gestalten, findet die Maßnahme noch vor dem Ende der offiziellen Brut- und Setzzeit statt. Sie wird zudem durch eine ökologische Baubegleitung überwacht.
Verkehrsbeeinträchtigungen während der Arbeiten
Während der Sicherungsarbeiten bleibt der Fuß- und Radweg vom Kehlturm mit dem Fastnachtsmuseum bis zur Fußgängerbrücke über die Simmerner Straße voll gesperrt. Die Sperrung wird voraussichtlich drei Tage andauern, um sowohl die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer als auch einen reibungslosen Ablauf der Baummaßnahmen zu gewährleisten.
Weiteres Vorgehen nach den ersten Sicherungen
Im Anschluss an das Zurückschneiden des Bewuchses werden sowohl der Fels als auch bestehende Schadstellen eingehend untersucht. Diese Maßnahmen sind Teil des Projekts „Festungsstadt Koblenz“ und werden mit Mitteln aus dem Bundesförderprogramm „Nationale Projekte Städtebau“ gefördert.
Im Rahmen dieses Programms wurden zuvor bereits die Festungsparks Kaiser Franz und Asterstein neugestaltet sowie ein Instandsetzungskonzept für das Fort Großfürst Konstantin ausgearbeitet.
Schadensanalyse und weitere Schritte
Nachdem die Gebäude des Forts bereits durch Architekten und Tragwerksplaner überprüft wurden, liegt das Hauptaugenmerk nun auf den Mauerflächen und Felsen unterhalb des Forts. Ein Gutachter wird nach Abschluss der Freistellungsarbeiten genau feststellen, welche Sanierungen und Sicherungen notwendig sind. Erste Ausbrüche im Fels sowie sichtbare Schäden am Verblendmauerwerk machen bereits jetzt den Handlungsbedarf deutlich.
Bedeutung für die Stadt Koblenz
Die Maßnahmen am Fort Großfürst Konstantin sind ein wichtiger Bestandteil der langfristigen Strategie, das historische Erbe der Festungsstadt zu erhalten und gleichzeitig die Sicherheit für Anwohner und Besucher zu gewährleisten. Der Sanierungsbedarf wird aktuell geprüft und im weiteren Verlauf konkretisiert.
Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, sich während der Sperrung auf den ausgeschilderten Umleitungen zu orientieren und Rücksicht auf die Arbeiten zu nehmen.
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