Neue Schängelampel in Koblenz erinnert an Torsten Schupp
In Karthause eingeweiht: Symbol für lokalen Karnevalisten und Politiker

In Koblenz wurde nun zum zweiten Mal eine besondere Fußgängerampel, die sogenannte Schängelampel, in Betrieb genommen. Anlass dafür ist das Gedenken an Torsten Schupp, einen engagierten Karnevalist, Entertainer und Kommunalpolitiker, der Anfang Februar im Alter von 54 Jahren verstorben ist. Die neue Ampelanlage steht in seinem Heimatstadtteil Karthause und soll an sein Wirken erinnern.
Ein Koblenzer Original: Torsten Schupp und die Schängelampel
Torsten Schupp war nicht nur als Stadtratsmitglied aktiv, sondern galt auch als leidenschaftlicher Schängel – eine besonders lokal verwurzelte Persönlichkeit in Koblenz. Das Ampelprojekt war eng mit seinem Namen verbunden: Schupp setzte sich über viele Jahre hinweg energisch für die besondere Fußgängerampel ein.
Im Oktober 2024 wurde die erste Schängelampel am Übergang Löhrstraße/Pfuhlgasse aufgestellt, bei der das traditionelle Ampelmännchen durch ein spuckendes Schängel-Symbol ersetzt wurde. Schupp durfte die Premiere dieser ersten Ampel noch miterleben und freute sich über die Umsetzung seiner Idee.
Feierliche Inbetriebnahme der zweiten Schängelampel
Am 2. Juli, dem Tag, an dem Torsten Schupp 5x11 (55) Jahre alt geworden wäre, wurde eine weitere Fußgängerampel auf der Simmerner Straße in Höhe Zwickauer Straße (bei der Hochschule) umgerüstet. Tags darauf erfolgte die offizielle Inbetriebnahme im Beisein seiner Familie, Freundinnen und Freunde, Ratsmitglieder – einschließlich seiner Wählergruppe „Schängel“ – und Mitarbeitenden der Stadtverwaltung.
Oberbürgermeister David Langner würdigte bei dieser Gelegenheit Schupps langjähriges Engagement und erklärte: „Wir freuen uns sehr, dass wir im Gedenken an Torty die zweite Schängelampel in seinem Heimatstadtteil Karthause in Betrieb nehmen können. Schließlich hat er sich lange Zeit für die Einführung mit Nachdruck eingesetzt.“
Emotionale Momente beim Gedenken
Im Rahmen der Einweihung wurde nicht nur an Schupp erinnert, sondern die Anwesenden gedachten ihm mit einer Schweigeminute. Spontan wurde zudem die erste Strophe des bekannten Schängelliedes angestimmt – ein Lied, das der Karnevalist bei zahlreichen Auftritten selbst gesungen hatte.
Ein Projekt mit Symbolkraft für die Stadt
Die Schängelampel ist nicht nur ein verkehrstechnisches Detail, sondern ein sichtbares Zeichen für Heimatverbundenheit und Engagement in Koblenz. Besonders im Stadtteil Karthause, wo Schupp lebte und wirkte, wird sie als freundliches Signal für Fußgänger und als Erinnerung an eine prägende Persönlichkeit wahrgenommen.
Durch die Umrüstung der Fußgängerampel mit dem charakteristischen Schängel-Symbol wurde ein Stück lokaler Identität im Stadtbild verankert – und gleichzeitig der Einsatz eines engagierten Kommunalpolitikers gewürdigt.
Die Feierlichkeiten und der Zuspruch der Bürgerinnen und Bürger zeigen: Die Schängelampel sorgt nicht nur für sichere Überwege, sondern bringt auch ein Stück Koblenzer Lebensart auf die Straßen.
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