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Kreatives Zwischennutzungsprojekt am Koblenzer Bahnhofsvorplatz

Bis 2027 gestalten Anwohner und Initiativen den Platz mit Workshops, Flohmärkten und Informationsbannern aktiv mit

Von Redaktion Koblenz
Kreatives Zwischennutzungsprojekt am Koblenzer Bahnhofsvorplatz
Bild zum Beitrag© Redaktion Koblenz

Der Bahnhofsvorplatz in Koblenz-Lützel wird in den kommenden Jahren zur Experimentierfläche: Bevor im Jahr 2027 die Bauarbeiten starten, lädt die Stadt lokale Initiativen, Vereine und alle Anwohner ein, den Platz bis dahin kreativ zu nutzen. Nach intensiven Vorbereitungen ist diese urbane Fläche nun für verschiedene Zwischennutzungen freigegeben.

Gestaltung und Beteiligung: Ein lebendiges Projekt für Lützel

Im September 2025 brachte die Beteiligungsaktion „Bahnhofsvorplatz“ viele Ideen für eine temporäre Umgestaltung hervor. Die Vorschläge wurden gesichtet und auf ihre Realisierbarkeit geprüft. Schon jetzt stehen erste Aktionen fest – unter anderem ein Graffiti-Workshop für Schüler sowie die Organisation eines Flohmarkts. Derartige Projekte sollen den Vorplatz mit Leben füllen und unterschiedliche Gruppen zusammenbringen.

Die Umsetzung erfolgt in enger Kooperation zwischen der Stadtverwaltung, dem Quartiersmanagement „Stadtgrün Koblenz-Lützel“ und zahlreichen engagierten Akteuren vor Ort. Die Vorbereitungsarbeiten umfassten unter anderem das Zurückschneiden der üppig gewachsenen Pflanzen und die Sperrung der Fläche für den Autoverkehr. Seit heute setzen Bauzaunbanner erste visuelle Akzente – ein Signal für den Start der Zwischennutzung.

Informative Banner: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im Blick

Die drei neuen Bauzaunbanner am Bahnhofsvorplatz bieten informative Einblicke:

  • Ein Banner erläutert die geplante Neugestaltung, die Zeitschiene und informiert über den künftigen Tunneldurchbruch.
  • Ein weiteres zeigt die Geschichte des Bahnhofs, von der Grundsteinlegung bis zur Zeit als bedeutender Güter- und Personenbahnhof mit 500 Beschäftigten.
  • Das dritte Banner widmet sich dem düsteren Abschnitt der Geschichte: Es erinnert an die Rolle des Lützeler Bahnhofs bei den Deportationen während des Nationalsozialismus, insbesondere an die Verschleppung von Juden und Sinti aus Koblenz und der Region.
  • Die Entwicklung dieser Banner erfolgte durch ein Netzwerk aus dem Quartiersmanagement „Stadtgrün Lützel“, dem Verein „LützelAktiv“, dem „Förderverein Mahnmal Koblenz e. V.“ sowie weiteren Experten.

    Für ihre tatkräftige Unterstützung und das Teilen von Fachwissen erhielten Hans-Werner Seul und Thomas Droste besonderen Dank.

    Möglichkeiten zur Mitwirkung für die Bürgerinnen und Bürger

    Das Projekt setzt auf die aktive Beteiligung der Anwohnerschaft. Wer selbst Ideen einbringen oder Aktionen auf dem Bahnhofsvorplatz gestalten möchte, kann sich direkt an das Quartiersmanagement wenden.

    title="Quartiersmanagement Stadtgrün Koblenz-Lützel"

    subtitle="Ansprechpartner für Zwischennutzungen am Bahnhofsvorplatz"

    email="info@stadtgrün-lützel.de"

    />

    title="Weitere Informationen zum Projekt"

    url="http://www.stadtgrün-lützel.de/projekte/2-1-bahnhofsplatz-lutzel"

    />

    Gesichter des Projekts

    Das Engagement vieler Beteiligter kommt auf einem aktuellen Foto zum Ausdruck. Zu sehen sind unter anderem Margit Theis-Scholz (Koblenzer Kulturverein), Roland (Fa. Eisner), Django Reinhardt (Kultur Integration Rheinland-Pfalz – von Sinti & Roma Menschen in Not), Hans-Werner Seul (Ehrenvorsitzender LützelAktiv), Wilma Rademacher-Braick (Christlich-Jüdische Gesellschaft), Stefan Witzler (Lützelerin), Egbert Bialk (Regionalbeauftragter BUND), Antje Müller (Amt für Stadtentwicklung und Bauordnung), Thomas Droste (Förderverein Mahnmal e.V.), Jan Buchbender (Quartiersmanagement Stadtgrün Koblenz-Lützel) sowie weitere engagierte Personen.

    Mit dem nun offiziell startenden Experimentierraum entsteht in Koblenz-Lützel ein Beispiel für partizipative Stadtentwicklung und Erinnerungsarbeit, das viele spannende Impulse für die Stadtgemeinschaft verspricht.

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