Sprache wählen

Koblenz verschärft Regeln für mehr Radverkehrssicherheit

Neue Kampagne fordert Mindestüberholabstand und warnt vor Dooring-Unfällen

Von Redaktion Koblenz
Koblenz verschärft Regeln für mehr Radverkehrssicherheit
Fiktives KI-SymbolbildKI-generiert · Herausgeber: Hessen App GmbHBild 1 von 2

Die Stadt Koblenz startet erneut eine umfassende Kampagne zur Verbesserung der Radverkehrssicherheit. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Einhaltung der gesetzlichen Überholabstände gegenüber Radfahrenden zu stärken und damit die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden zu erhöhen.

Rechtliche Vorgaben zum Überholabstand

Gemäß § 4 der Straßenverkehrsordnung gilt beim Überholen von Radfahrenden innerorts ein Mindestabstand von 1,5 Metern. Außerorts müssen Kraftfahrzeuge einen Überholabstand von mindestens zwei Metern einhalten. Wer diese Abstände missachtet, riskiert nicht nur die Sicherheit der Radfahrenden, sondern muss auch mit Sanktionen wie einem Bußgeld von bis zu 80 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen.

Gefahren durch Missachtung der Abstände

Zu geringe Überholabstände verursachen bei Radfahrenden Unsicherheitsgefühle und können zu gefährlichen Situationen führen. Insbesondere Dooring-Unfälle sind eine unmittelbare Folge, wenn Radfahrende aus Sorge vor überholenden Autos zu nah an parkenden Fahrzeugen fahren. Dies kann zudem dazu führen, dass Radfahrende unsichere Ausweichmanöver vornehmen, auf Gehwege ausweichen oder das Fahrrad komplett meiden. Die Auswirkungen reichen somit weit über einzelne Vorfälle hinaus und beeinflussen das alltägliche Mobilitätsverhalten.

STADTRADELN und erhöhte Aufmerksamkeit

Im Rahmen der laufenden Aktion STADTRADELN steht das Fahrrad im Mittelpunkt des städtischen Verkehrs. Drei Wochen lang wird Koblenz eine erhöhte Zahl von Radfahrenden auf den Straßen verzeichnen. Die Kampagne zielt darauf ab, für eine sichere, einladende Radverkehrsinfrastruktur zu sensibilisieren und die Bedürfnisse der Radfahrenden stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.

Gemeinsame Verkehrssicherheitskampagne im September

Die Stadtverwaltung Koblenz plant gemeinsam mit dem Polizeipräsidium, der Kreisverkehrswacht Mayen-, dem ADFC Koblenz-Untermosel, dem VCD Kreisverband Mittelrhein sowie dem Radentscheid eine gezielte Verkehrssicherheitskampagne durchzuführen. Vom 5. bis 25. September 2025 werden im gesamten Stadtgebiet an 15 Großflächenplakatwänden Informationen zum gesetzlich vorgeschriebenen Überholabstand präsentiert. Ziel ist es, alle Verkehrsteilnehmenden für die bestehenden Regeln zu sensibilisieren und Unfälle zu vermeiden.

Stetige Verbesserung der Radinfrastruktur

Um den Umstieg aufs Fahrrad attraktiver zu machen, arbeitet die Stadt Koblenz kontinuierlich an einer sicheren Radverkehrsinfrastruktur. Dennoch sind alle Verkehrsteilnehmenden gefordert, die geltenden Regeln zu beachten und gegenseitige Rücksichtnahme zu wahren.

Prävention durch Aufklärung

Ein Beispiel für die Öffentlichkeitsarbeit lieferte bereits das Frühjahr 2024: In der Trierer Straße wurde ein großflächiges Plakat angebracht, das auf den Mindestüberholabstand hinwies. Solche Maßnahmen tragen dazu bei, Verkehrsteilnehmende direkt vor Ort zu informieren und das Thema immer wieder ins Bewusstsein zu rufen.

Die aktuelle Kampagne setzt genau an diesem Punkt an: Sie verbindet gezielte Information mit sichtbarer Präsenz im Stadtbild. So möchte Koblenz einen Beitrag zur Verkehrssicherheit und zur Förderung des Radverkehrs leisten.

Eigene Anzeige

Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

Jetzt anfragen

Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern: