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Koblenz setzt Weichen für die Zukunft

Stadtrat beschließt Investitionen, Bauvorhaben und nachhaltige Stadtentwicklungsschwerpunkte

Von Redaktion Koblenz

Der Stadtrat Koblenz hat im Mai zahlreiche zentrale Entscheidungen getroffen und neue Entwicklungen bekannt gegeben. Oberbürgermeister David Langner leitete die Sitzung und begrüßte die Mitglieder, bevor mit Ergänzungswahlen für drei Ausschüsse auf den Rücktritt einiger Mandatsträger reagiert wurde. Weiterhin standen die Wahlen der Aufsichtsratsmitglieder der Energieversorgung Mittelrhein im Fokus.

Finanzielle Weichenstellungen für die Stadt Koblenz

Koblenz erhält eine Übertragung von mehr als 25 Millionen Euro an Investitionsauszahlungen aus Vorjahren. Diese Investitionen stärken den öffentlichen Haushalt und dürfen bis zu zwei Jahre nach dem jeweiligen Jahresende verwendet werden.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Förderprogrammen: Die Stadt erhielt eine Zusage für das Bundesprogramm „Demokratie leben“ und Fördermittel für das Startchancen-Programm. Dieses soll die Bildungschancen an elf Koblenzer Schulen bis 2034 nachhaltig verbessern. Hierfür sind Investitionen von mehr als 14 Millionen Euro geplant, wobei die Stadt 30 Prozent der Kosten trägt und zudem jährlich rund 900.000 Euro für begleitende Maßnahmen aufwendet.

Bauprojekte und städtebauliche Maßnahmen

Die Bauarbeiten am Dorfgemeinschaftshaus Arenberg-Immendorf sind angelaufen. Allerdings führten unerwartete Entwicklungen zu Mehrkosten von etwa 200.000 Euro. Eine wichtige Entscheidung fiel zudem für den Bebauungsplan Nr. 73 „Quartier am Rauentaler Moselbogen“: Künftig werden Erschließungsstraßen und Grünflächen öffentlich gebaut.

Beim Thema Lärmschutz in Rübenach weitet die Stadt den Bebauungsplan Nr. 238 aus. Die Autobahn GmbH wird die geplante Lärmschutzwand errichten und finanzieren; auf die Stadt entfallen allerdings die Mehrkosten, die durch eine Verlängerung der Wand entstehen.

Sanierungsgebiete und Rückzahlungen

Im Rahmen der Sitzung bestätigte der Stadtrat die Finanzierung für mehrere Sanierungsgebiete, darunter das Gebiet Ehrenbreitstein. Aufgrund nicht erfasster Grundstücksverkäufe muss die Stadt Gelder zurückzahlen – für die Altstadt sind aktuell 2,4 Millionen Euro sowie weitere 647.000 Euro bis zum 16. Mai fällig. Eine Mehrheit im Stadtrat stimmte den entsprechenden Vorlagen zu.

Weitere Themen: Straßen, Anträge und Anfragen

Die Abrechnungen für Maßnahmen an mehreren Straßen – darunter Lambertstraße, Wendelinusstraße und August-Horch-Straße – wurden überprüft. Diese Projekte starteten noch vor Einführung der wiederkehrenden Beiträge. Im Verlauf der Sitzung behandelte der Rat zudem neun Anträge und sieben Anfragen.

Den Abschluss bildete eine nichtöffentliche Sitzung, in der vertrauliche Themen diskutiert wurden.

Mit den aktuellen Beschlüssen und Maßnahmen stellt sich Koblenz auf für kommende Herausforderungen und setzt wichtige Akzente für eine nachhaltige Stadtentwicklung.

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