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Koblenz diskutiert Zukunft mit Langner und Knopp

Rund 100 Bürger tauschen sich zu Wohnungsbau, Digitalisierung und mehr beim Bürgergespräch aus

Von Redaktion Koblenz

Rund 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger haben sich jüngst im JUBÜZ auf der Karthause zu einem Bürgergespräch mit den Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters in Koblenz eingefunden. Die Veranstaltung, organisiert vom Seniorenbeirat, bot den Besuchern die Gelegenheit, die Standpunkte und Zukunftsvisionen von Amtsinhaber David Langner und CDU-Kandidat Ernst Knopp direkt kennenzulernen.

Relevanz des Seniorenbeirats und Bedeutung der Wahl

Die Moderation des Abends übernahm Heinz-Günther Borck, Vorsitzender des Seniorenbeirats Koblenz. Borck betonte die Bedeutung der

und hob hervor, dass der seit 30 Jahren bestehende Seniorenbeirat aktuell die Belange von über 28 % der Stadtbevölkerung – nämlich aller Bürger über 60 Jahre – vertritt. In drei Arbeitskreisen werden die Interessen älterer Menschen aktiv in die Politik eingebracht.

Positionen der Kandidaten

David Langner: Kontinuität und realistische Perspektiven

Oberbürgermeister David Langner verwies auf die erzielten Fortschritte insbesondere im Bereich Verkehr, etwa bei der Verbesserung der Fahrradfreundlichkeit, sowie im Bereich Wohnen und Ehrenamt. Zugleich schilderte er die finanzielle Situation der Stadt als herausfordernd und machte darauf aufmerksam, dass in vielen Bereichen der Einflussmöglichkeiten sowohl für das Stadtparlament als auch für den Oberbürgermeister begrenzt seien. Die ADD übernehme häufig die entscheidenden finanziellen Dispositionen.

Ernst Knopp: Aufbruch und Visionen

Der CDU-Kandidat Ernst Knopp hob das vergleichsweise schlechte Abschneiden von Koblenz im Städtemonitoring hervor und sieht daher erhebliches Verbesserungspotenzial. "Es geht besser", betonte er und stellte den Wohnungsbau sowie die Digitalisierung in den Mittelpunkt seiner politischen Vorhaben. Seine Vision: Koblenz soll eine Stadt werden, die allen Altersgruppen und Lebensformen gleichermaßen gerecht wird.

Schwerpunktthemen aus dem Bürgerdialog

  • Barrierefreiheit: Die Kommunen sind hierzu gesetzlich verpflichtet, was in der Diskussion besondere Aufmerksamkeit erhielt.
  • Kulturangebote: Es gibt kostenfreie Angebote wie die Konzertmuschel; Vorgaben der ADD schränken Möglichkeiten bei anderen Einrichtungen ein.
  • ÖPNV: Die KOVEB wird als gut aufgestellt bewertet, das Tagesticket kostet 5,50 €.
  • Verkehr: Taktung von Ampeln, Vereinheitlichung akustischer Signale sowie die Fahrradführung an der Mosel waren Themen.
  • Soziales: Treffräume für Stadtteilinitiativen und Anwerbeinitiativen für Fachkräfte wurden angesprochen.
  • Digitalisierung & Gesundheit: Knopp betonte die Notwendigkeit für ein vernetztes Gesundheitswesen und digitale Angebote.
  • Offener Austausch und Zukunftsperspektiven

    Die lebhafte Diskussion mit den Bürgern erstreckte sich über 2,5 Stunden und verdeutlichte die breite Themenpalette der aktuellen und zukünftigen kommunalpolitischen Arbeit. Beide Kandidaten machten deutlich, dass ein gesamtheitliches Denken und eine enge Kooperation mit verschiedenen Akteuren notwendig sind, um die Herausforderungen der Stadt anzugehen.

    Abschluss und Ausblick

    Abschließend dankte Prof. Borck, Vorsitzender des Seniorenbeirates, den Kandidaten und den Gästen für die engagierte Teilnahme. Das Bürgergespräch bot allen Beteiligten wertvolle Einblicke in die Pläne und Prioritäten der Bewerber und machte die Bedeutung der anstehenden Oberbürgermeisterwahl für die Zukunft von Koblenz deutlich.

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