Sprache wählen

Klimafreundliche Wärme am Görres-Gymnasium

Neue Sole-Wasser-Wärmepumpen senken Verbrauch um 600.000 kWh und starten in den Sommerferien

Von Redaktion Koblenz
Klimafreundliche Wärme am Görres-Gymnasium
Klimafreundliche Wärme am Görres-Gymnasium
Bild zum Beitrag© Redaktion KoblenzBild 1 von 2

Am Görres-Gymnasium in Koblenz startet mit Beginn der Sommerferien ein zukunftsweisendes Infrastrukturprojekt: Die Schule erhält zwei Sole-Wasser-Wärmepumpen, mit denen sie künftig nachhaltig, klimafreundlich und nahezu emissionsfrei beheizt werden kann. Verantwortlich für das Vorhaben zeichnet das Zentrale Gebäudemanagement der Stadt Koblenz, realisiert wird es im Rahmen des landesweiten Förderprogramms KIPKI.

KIPKI-Förderung als Motor für nachhaltigen Wandel

Das Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI) des Landes Rheinland-Pfalz unterstützt Städte und Gemeinden bei effektiven Maßnahmen für Klimaschutz und Klimaanpassung. Für insgesamt acht Projekte wurden der Stadt Koblenz Fördermittel in Höhe von 9,6 Millionen Euro bewilligt. Die Umrüstung der Wärmeversorgung des Görres-Gymnasiums ist mit 1,3 Millionen Euro eines der zentralen Vorhaben dieses Maßnahmenpakets.

Innovative Technik auf dem Schulgelände

Bisher wurde das Görres-Gymnasium über das städtische Nahwärmenetz versorgt. Zukünftig übernehmen zwei Sole-Wasser-Wärmepumpen die Wärmeversorgung: Dafür werden auf dem Schulhof 38 Bohrungen durchgeführt, die jeweils rund 130 Meter tief ins Erdreich reichen. In den Bohrlöchern zirkuliert Wasser, das Erdwärme aufnimmt und anschließend in nutzbare Heizenergie umgewandelt wird. Das sorgt für eine besonders effiziente, leise und klimafreundliche Beheizung des Gebäudes.

Doppelte Funktion: Heizen und Kühlen

Die neue Technik bringt einen weiteren Vorteil: Sie kann nicht nur heizen, sondern im Sommer auch überschüssige Wärme aus dem Gebäude abführen. Dadurch verbessert sich der thermische Komfort für Schüler und Lehrkräfte, ganz ohne zusätzliche Kühlanlagen oder höheren Energieeinsatz.

Clevere Nutzung des Nahwärmenetzes

Das bestehende Nahwärmenetz bleibt weiterhin in Betrieb – allerdings mit einer innovativen Erweiterung: Es wird künftig in beide Richtungen genutzt. So kann das Görres-Gymnasium überschüssige Wärme im Winter an andere städtische Gebäude wie das Rathaus, das Bürgeramt oder das Schängel-Center abgeben und im Sommer Wärme von diesen erhalten. Diese intelligente Vernetzung steigert die Energieeffizienz im gesamten Quartier.

Nachhaltiger Nutzen für Klima und Stadt

Laut Angaben der Verantwortlichen wird der jährliche Energieverbrauch durch dieses Projekt um rund 600.000 Kilowattstunden gesenkt – das entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von etwa 100 Haushalten. Die Umstellung ist damit ein wichtiger Schritt hin zur Reduktion fossiler Energieträger und zur deutlichen Entlastung des Klimas in Koblenz.

Stimmen und Zeitplan

Oberbürgermeister David Langner betont: „Mit dem Baustart am Görres-Gymnasium setzen wir einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung einer klimafreundlichen, zukunftsfähigen städtischen Infrastruktur. Die neue Wärmeversorgung zeigt, wie kommunaler Klimaschutz ganz konkret aussehen kann: nachhaltig, effizient und unmittelbar wirksam. Die Sommerferien bieten dabei das ideale Zeitfenster, um die Maßnahme mit minimalen Einschränkungen für den Schulbetrieb umzusetzen.“

Bauarbeiten und Ausblick

Die Bauarbeiten sollen bis zum Ende der Sommerferien abgeschlossen sein. In dieser Zeit kann es am Schulgelände zu temporären Einschränkungen kommen. Die Stadt Koblenz bittet Anwohner sowie die Schulgemeinschaft um Verständnis und dankt allen Beteiligten für die engagierte Unterstützung dieses Zukunftsprojekts.

Projektverantwortliche vor Ort

  • Christof Jürgens (Projektleiter, Zentrales Gebäudemanagement)
  • Hermann-Josef Högner (Sachgebietsleiter Klimaschutz- und Energiemanagement, Zentrales Gebäudemanagement)
  • Oberbürgermeister David Langner
  • Dipl.-Geologe Stefan Pohl
  • Mit dem Geothermie-Projekt am Görres-Gymnasium setzt Koblenz ein starkes Zeichen für nachhaltige Energieversorgung und die Weiterentwicklung kommunaler Infrastrukturen. Die Umsetzung zeigt beispielhaft, wie moderne Technologie und gezielte Investitionen eine Stadt fit für die Zukunft machen können.

    Eigene Anzeige

    Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

    Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

    Jetzt anfragen

    Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern: