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Kinder- und Jugendbericht im Fokus

Fachtagung in Koblenz beleuchtet Bildung, Gesundheit und Teilhabe junger Menschen in Rheinland-Pfalz

Von Redaktion Koblenz
Kinder- und Jugendbericht im Fokus
Kinder- und Jugendbericht im Fokus
Bild zum Beitrag© Redaktion Koblenz

Im Jugend-Bürgerzentrum Koblenz fand eine Fachtagung zum 4. Kinder- und Jugendbericht statt. Die Veranstaltung bot Einblicke in die Entwicklungen und Herausforderungen im Aufwachsen junger Menschen in Rheinland-Pfalz. Fachkräfte, Vertreterinnen und Vertreter der Stadt sowie Akteure aus Politik und Praxis nutzten die Gelegenheit für einen intensiven Austausch zu zentralen Themen wie Bildung, Gesundheit und sozialer Teilhabe.

Zentrale Ergebnisse des Berichts und Perspektiven für Jugendliche

Prof. Dr. Tanja Betz, Vorsitzende der Berichtskommission, stellte die wesentlichen Erkenntnisse des Berichts vor. Insgesamt zeigt sich eine positive Entwicklung: Die Mehrheit der Jugendlichen in Rheinland-Pfalz wächst in sicheren und stabilen Verhältnissen auf. Auch die Lebensqualität in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Freizeit hat sich laut Bericht weiter verbessert.

Soziale Ungleichheiten bleiben Herausforderung

Trotz dieser Fortschritte sind bestehende soziale Ungleichheiten weiterhin präsent. Kinder aus einkommensschwachen Familien, mit Migrationshintergrund oder aus benachteiligten Stadtteilen haben oftmals geringere Chancen. Bürgermeisterin Ulrike Mohrs betonte in diesem Zusammenhang, dass Koblenz bereits zahlreiche Anstrengungen unternehme, um allen Kindern gleiche Möglichkeiten zu bieten. Der Einsatz eines engagierten Jugendrats, die enge Zusammenarbeit mit freien Trägern und Jugendverbänden sowie die große Bedeutung der Kinderrechte sind zentrale Maßnahmen der Stadt.

Bedeutung der Jugendarbeit und Beteiligung

In ihrer Videobotschaft hob Jugendministerin Katharina Binz die zentrale Rolle von Jugendverbandsarbeit, kommunaler Jugendarbeit und Schulsozialarbeit hervor. Sie betonte, wie wichtig diese Angebote für Vertrauen, Sicherheit und Verlässlichkeit im Lebensalltag der Jugendlichen sind. Die Ministerin appellierte, die Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen weiter zu stärken und die Empfehlungen der Berichtskommission aktiv aufzugreifen.

Transfer in die Praxis: Workshops und kreative Impulse

Am Nachmittag erarbeiteten die Teilnehmenden in fünf Workshops Ansätze, wie die Ergebnisse des Berichts in die Praxis übertragen werden können. Im Fokus standen dabei Projekte aus Schule, politischer Bildung, Jugendarbeit und Jugendhilfe, deren Strukturen und Wirkungen kritisch reflektiert wurden.

Den Abschluss der Tagung gestalteten Young Artists des Musiktheaterensembles. Sie präsentierten eine eigens erarbeitete Komposition mit dem Titel „Mädchen, starke Jungs“, die das Publikum mit schauspielerischem und gesanglichem Talent begeisterte.

Fachlicher Austausch und gemeinsames Ziel

Rund 100 Fachkräfte nahmen an dem Fachtag teil. Sie nutzten die Gelegenheit zum fachlichen Austausch, um gemeinsam die Chancengleichheit und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz weiter voranzubringen.

Organisation und Unterstützung

Der Fachtag wurde vom Sozialpädagogischen Fortbildungszentrum (SPFZ), Abteilung Kinder- und Jugendförderung des Jugendamtes, organisiert. Die Stadt Koblenz sowie das Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration unterstützten die Veranstaltung finanziell.

Prof. Dr. Tanja Betz leitete als Vorsitzende der Berichtskommission durch den Tag und präsentierte die zentralen Erkenntnisse zum Stand und zu den Perspektiven für Kinder und Jugendliche in Rheinland-Pfalz.

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