Flucht und Neuanfang: Die irischen Pfälzer
Wanderausstellung in Koblenz erzählt die Geschichte von 3.000 Flüchtlingen aus Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg in Irland

Im Forum Confluentes in Koblenz steht derzeit die Geschichte einer bewegten Migration im Fokus: Die Wanderausstellung „Die irische Pfälzer Geschichte“ beleuchtet eindrücklich das Schicksal von rund 3.000 Menschen aus der Region des heutigen Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg, die im Jahr 1709 Zuflucht in Irland fanden. Die Ausstellung wurde am 07. November 2025 feierlich eröffnet und zeigt auf, wie Migration, Identität und kultureller Austausch bis heute das gesellschaftliche Leben prägen.
Historischer Hintergrund und Bedeutung
Die Ausstellung widmet sich den Auswirkungen des und der Hungersnot von 1709, die zahlreiche Menschen aus der Pfalz zur Auswanderung zwangen. Viele dieser Auswanderer fanden ihre neue Heimat in Irland, wo sich später überall im Land Pfälzer Siedlungen entwickelten. Die vollständige Integration der Nachfahren in Irland und ihre Beiträge in verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens werden in der Ausstellung anschaulich nachgezeichnet.
Verbindung zwischen Irland und Rheinland-Pfalz
Mit besonderer Symbolkraft unterstreicht die Ausstellung die historischen und kulturellen Bindungen zwischen Irland und Rheinland-Pfalz. Themen wie Migration, Identität und kultureller Austausch werden in einen aktuellen Kontext gesetzt und spiegeln wider, wie diese Faktoren auch heute noch das gesellschaftliche Gefüge beeinflussen.
Eröffnung und Persönlichkeiten
Die feierliche Eröffnung der Wanderausstellung erfolgte durch Aaron Reen, stellvertretender Generalkonsul von Irland in Frankfurt, gemeinsam mit Ingo Schneider, Dezernent für Bildung und Kultur der Stadt Koblenz. Außerdem waren Martina Klingbeil-Sadowski vom irischen Generalkonsulat und Michelle Wittler, Bürgermeisterin der Gemeinde Dausenau und erste irischstämmige Bürgermeisterin in Deutschland, unter den ersten Gästen.
Informationen zur Ausstellung
Weitere Stationen und Ausblick
Die Wanderausstellung wird nach ihrem Aufenthalt in Koblenz in weiteren Städten von Rheinland-Pfalz zu sehen sein. Sie dient nicht nur als Erinnerung an die Vergangenheit, sondern lädt auch zum Nachdenken über aktuelle Fragen rund um Migration und kulturelle Identität ein.
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