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Brücke in Koblenz: 500-Kilo-Bombe entdeckt

Evakuierungen im Radius von 300 Metern - Entschärfung geplant am 4. April in der Moselschleuse

Von Redaktion Koblenz
Brücke in Koblenz: 500-Kilo-Bombe entdeckt
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In Koblenz ist am Dienstag bei Arbeiten im Bereich der Pfaffendorfer Brücke eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Es handelt sich um eine 500-Kilogramm-Bombe mit zwei intakten Zündern. Die Entdeckung solcher Kampfmittel aus vergangenen Kriegszeiten ist nicht ungewöhnlich, stellt die betroffenen Regionen dennoch immer wieder vor große Herausforderungen.

Fundort und Sicherung der Bombe

Die Bombe wurde im Rhein gefunden und von Experten des Kampfmittelräumdienstes Rheinland-Pfalz auf besondere Weise gesichert: Sie liegt aktuell auf einem Bagger- und Entschärfungsschiff, das in der Moselschleuse Koblenz verankert wurde. Der Kampfmittelräumdienst hat entschieden, dass ein Umlagern aus Sicherheitsgründen nicht möglich ist. Deshalb wird die Entschärfung direkt auf dem Schiff durchgeführt.

Die Auswahl eines geeigneten Ortes für diese anspruchsvolle Aufgabe geschieht mit größter Sorgfalt. Vorrangig werden Kriterien wie ein möglichst geringer Evakuierungsaufwand und eine passende Infrastruktur berücksichtigt.

Geplanter Ablauf der Entschärfung

Laut den aktuellen Informationen wird die Entschärfung am Freitag, den 4. April, erfolgen. Die Kampfmittelräumexperten führen die Entschärfung auf dem Bagger- und Entschärfungsschiff auf der Mosel durch.

  • Evakuierungen müssen bis spätestens 8.30 Uhr abgeschlossen sein
  • Das Evakuierungsgebiet umfasst einen Radius von 300 Metern um den Standort des Schiffes in der Moselschleuse
  • Ursprünglich hätte der Fundort im Rhein dazu geführt, dass 16 Einrichtungen evakuiert werden müssten. Durch die Verlagerung auf die Mosel ist der betroffene Bereich nun deutlich kleiner. Trotzdem sind etwa 1.000 Personen betroffen.

    Betroffene Einrichtungen und Maßnahmen

    Zu den betroffenen Einrichtungen und Personen zählen unter anderem:

    • Die Grundschule Lay
    • Die Kindertagesstätte im Stadtteil Lay
    • Der Campingplatz Güls
    • Der Sportboothafen Güls
    • Im Stadtteil Lay werden spezielle Aufenthaltsmöglichkeiten für betroffene Kinder sowie weitere Anwohnerinnen und Anwohner eingerichtet. Somit ist eine sichere und angemessene Betreuung während der Evakuierung sichergestellt.

      Weiteres Vorgehen und Information der Bevölkerung

      Die Stadt Koblenz informiert die Bevölkerung fortlaufend über die aktuelle Lage und das weitere Vorgehen. Eine Pressemeldung mit Details zum genauen Evakuierungsradius, zum Bürgertelefon und zu weiteren Aufenthaltsmöglichkeiten für Betroffene wird noch am heutigen Nachmittag veröffentlicht.

      Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, sich über die städtischen Kanäle regelmäßig auf dem Laufenden zu halten und die Hinweise der Behörden zu beachten. Die Priorität liegt auf dem Schutz und der Sicherheit der Bevölkerung.

      Fazit und Ausblick

      Der Bombenfund in Koblenz zeigt erneut, wie wichtig sorgsames und professionelles Vorgehen bei der Entschärfung von Kampfmitteln ist. Durch das schnelle Handeln des Kampfmittelräumdienstes sowie die umsichtig geplanten Maßnahmen der Stadt können Risiken minimiert und Beeinträchtigungen für Anwohnende verringert werden. Weitere Informationen und Ankündigungen werden im Laufe des Tages erwartet.

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