Sprache wählen

Baufortschritte an der Pfaffendorfer Brücke in Koblenz

Behelfsbrücke auf der Pfaffendorfer Seite und Betonierung der Ostrampen-Fahrbahnplatte geplant, inklusive Schutz der historischen Kasematten

Bildunterzeile: Die Pfaffendorfer Brücke noch ohne die mittleren Stahlbauteile, die die Stahlkonstruktion vervollständigen wird.
Bildunterzeile: Die Pfaffendorfer Brücke noch ohne die mittleren Stahlbauteile, die die Stahlkonstruktion vervollständigen wird.© Felix Gras/ Stadt Koblenz

Beim Neubau der Pfaffendorfer Brücke in Koblenz sind weitere Baufortschritte erreicht worden. Auf der Pfaffendorfer Seite wurde inzwischen eine Behelfsbrücke errichtet. Sie soll den Anschluss der neuen Brücke in der sogenannten Parallellage an das Straßennetz ermöglichen.

Auf der rechten Rheinseite soll zudem in den nächsten Wochen die Fahrbahnplatte der sogenannten Ostrampe betoniert werden. Diese Rampe wird den Verkehr nach dem Einschub von der Emser Straße auf die neue Brücke führen.

Besondere Bauweise an beiden Rheinseiten

Eine Besonderheit des Brückensystems besteht nach Angaben der Stadt darin, dass die Fahrbahnplatte von sechs Stahlstützen getragen wird. Damit soll verhindert werden, dass das Gewicht der neuen Fahrbahnplatte auf den darunterliegenden historischen Kasematten lastet.

Auf der Schlossseite wird in diesem Jahr die Zu- und Abfahrt auf die Brücke in der Parallellage errichtet. Auch dabei kommt eine besondere Bauweise zum Einsatz: Das Bauwerk besteht aus Erdreich, das zwischen in den Boden gerammten Stahlprofilen verfüllt und verdichtet wird.

Nächster Meilenstein für September geplant

Als nächster großer Meilenstein ist der Einhub der mittleren Stahlteile vorgesehen. Diese Bauteile wiegen insgesamt rund 1.000 Tonnen und sollen die tragende Stahlkonstruktion der Brücke vervollständigen. Der Einhub ist für September geplant.

Ob die Maßnahme wie vorgesehen umgesetzt werden kann, hängt nach Angaben der Stadt vor allem vom Pegelstand des Rheins ab. Die Stahlteile sollen mit einem Schwimmponton über den Rhein zur Baustelle transportiert und dort eingehoben werden. Dafür ist ein Mindestwasserstand erforderlich, der möglicherweise nicht gegeben sein wird. Die technischen Möglichkeiten und Randbedingungen sollen in den nächsten Tagen geprüft und geklärt werden.

Niedrigwasser sorgt immer wieder für Verzögerungen

Der Leiter des Tiefbauamtes der Stadt Koblenz, Dr.-Ing. Kai Mifka, berichtet in diesem Zusammenhang, dass die niedrigen Wasserstände des Rheins die Bauarbeiten an der Brücke von Beginn an immer wieder verzögert und für zusätzliche Herausforderungen gesorgt haben.

Wenn der Pegel den Einhub zulässt und die Stahlteile anschließend verschweißt werden können, wären die Arbeiten an der tragenden Stahlkonstruktion abgeschlossen. Auf dieser Konstruktion soll dann die Fahrbahnplatte aufbetoniert werden, über die der Verkehr später bereits in Seitenlage den Rhein queren kann.

Bis zur Fertigstellung der nächsten Bauabschnitte seien jedoch noch umfangreiche Arbeiten notwendig.

Eigene Anzeige

Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

Jetzt anfragen

Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern: