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Sven Regener wird Mainzer Stadtschreiber 2026

Der vielseitige Berliner Künstler erhält den Literaturpreis für sein Werk an der Schnittstelle von Literatur, Musik und Gesellschaft

Von Redaktion

Der Berliner Schriftsteller und Musiker Sven Regener erhält den 41. Mainzer Stadtschreiber Literaturpreis der Landeshauptstadt Mainz. Die Verleihung ist für April 2026 vorgesehen und würdigt ein außergewöhnliches Werk, das Literatur, Musik und Gesellschaft auf unverwechselbare Weise miteinander verbindet.

Hintergrund: Der Mainzer Stadtschreiber Literaturpreis

Seit 1985 vergibt die Stadt Mainz jährlich den mit 12.500 Euro dotierten Mainzer Stadtschreiber Literaturpreis. Verbunden ist damit das Wohnrecht für ein Jahr in der Stadtschreiberwohnung in der Mainzer Altstadt sowie das Angebot, einen Film mit freier Themenwahl zu produzieren. Der Preis hebt Persönlichkeiten hervor, die mit ihren Werken neue Akzente in der zeitgenössischen Literatur setzen.

Sven Regener – Erzähler des Alltäglichen

Sven Regener, geboren 1961 in Bremen, ist sowohl als Schriftsteller als auch als Musiker eine feste Größe. Seine Geschichten zeichnen sich durch einen scheinbar beiläufigen Ton und einen melancholischen, lakonisch-norddeutschen Stil aus. Damit versteht er es, Dramen des Alltags und die Poesie des Strauchelns eindrucksvoll zu beschreiben und ein breites Publikum zu bewegen.

  • Gründer der Band Element of Crime und dort als Sänger, Trompeter und Gitarrist aktiv
  • Bisherige Veröffentlichung von 13 Studioalben, über 1.000 Konzerte
  • Sein erster Roman „Herr Lehmann“ (2001) wurde zum Bestseller
  • Mit Leander Haußmann arbeitete er an den Filmen „Herr Lehmann“ und „Hai-Alarm am Müggelsee“ sowie an dem Theaterstück „Danksager/Bunter Abend“
  • Zuletzt veröffentlichte er den Essay „Zwischen Depression und Witzelsucht. Humor und Literatur“ (2024) und den Roman „Glitterschnitter“.

    Engagement und gesellschaftliche Relevanz

    Früh setzte sich Sven Regener für das Urheberrecht ein und zählt zu den Gründungsmitgliedern des PEN Berlin. 2023 nahm er gemeinsam mit weiteren Künstlern und Intellektuellen an der von Igor Levit initiierten Veranstaltung „Das Schweigen/Gegen Antisemitismus“ im Berliner Ensemble teil und zeigte damit erneut sein gesellschaftliches Engagement.

    Auszeichnungen und Anerkennung

    Sven Regener wurde für sein literarisches und künstlerisches Schaffen bereits mehrfach geehrt. Zu seinen Auszeichnungen zählen unter anderem:

    • Carl-Zuckmayer-Medaille
    • Brüder-Grimm-Gastprofessur an der Universität Kassel (2016)
    • Jonathan-Swift-Preis 2022
    • Jury des Mainzer Stadtschreiber Literaturpreises 2026

      Die Jury für die Vergabe im Jahr 2026 setzt sich aus erfahrenen Persönlichkeiten aus Kultur, Medien und Literatur zusammen. Zu den Mitgliedern zählen:

      • Dörte Hansen
      • Julia Schoch
      • Peter Stamm
      • Feridun Zaimoglu
      • Nadine Bilke (Programmdirektorin)
      • Anne Reidt (Kulturchefin)
      • Natalie Müller-Elmau (Senderchefin)
      • Anja Fix („Kulturzeit“-Chefin, 3sat)
      • Susanne Becker (Kulturredakteurin und Jury-Vorsitzende)
      • Marianne Grosse (Kulturdezernentin)
      • weitere Mitglieder
      • Ausblick: Preisverleihung 2026 in Mainz

        Die Preisverleihung an Sven Regener ist für April 2026 geplant. Damit setzt die Landeshauptstadt Mainz ihren Kurs fort, die literarische und kulturelle Vielfalt Deutschlands sichtbar zu machen und herausragende Stimmen zu fördern. Das öffentliche Interesse an Regener dürfte groß sein, nicht nur wegen seiner Vielseitigkeit, sondern auch aufgrund seiner gesellschaftlichen Präsenz.

        Die Auszeichnung steht exemplarisch für die Wertschätzung von künstlerischer Kreativität und unabhängiger Stimme in einer Zeit gesellschaftlicher Herausforderungen.

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