Sven Regener erhält Stadtschreiber-Preis
ZDF, 3sat und die Stadt Mainz zeichnen den Schriftsteller mit 12.500 Euro und einem Jahr in der Stadtschreiberwohnung aus.
Der Stadtschreiber Literaturpreis von ZDF, 3sat und der Landeshauptstadt Mainz ist an den Schriftsteller Sven Regener verliehen worden. Die Übergabe der Urkunde fand am Mittwoch, 29. April 2026, im Mainzer Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA) im Rahmen eines Festaktes statt.
Preisverleihung in Mainz
Mit der Auszeichnung setzt Mainz die Reihe des Stadtschreiber Literaturpreises fort, der gemeinsam von ZDF, 3sat und der Landeshauptstadt vergeben wird. Regener erhielt den Preis in einem feierlichen Rahmen im LEIZA. Zu den Gästen der Verleihung zählten unter anderem mehrere frühere Preisträgerinnen und Preisträger sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Kultur und Medien.
Unter den Anwesenden waren unter anderem Dörte Hansen, Julia Schoch, Peter Stamm, Feridun Zaimoglu, ZDF-Programmdirektorin Nadine Bilke, ZDF-Kulturchefin Anne Reidt, ZDF-Senderchefin Natalie Müller-Elmau, Anja Fix von 3sat, ZDF-Kulturredakteurin Susanne Becker als Jury-Vorsitzende, Kulturdezernentin Marianne Grosse sowie Stadtschreiberin 2025 Annett Gröschner.
Auszeichnung mit Wohnrecht und Produktionsangebot
Der Preis ist mit 12.500 Euro dotiert. Zusätzlich erhält der Preisträger für ein Jahr Wohnrecht in der Stadtschreiberwohnung im Herzen der Mainzer Altstadt. Dazu kommt das Angebot, gemeinsam mit einem Filmteam ein Thema freier Wahl zu produzieren.
Würdigung durch die Stadt
Oberbürgermeister Nino Haase begrüßte Regener als Autor, der sich für das realistische Erzählen begeistert. In seiner Würdigung verwies er auf ein Werk, das in frühere Zeiten zurückführe und dabei den Alltag, die Suche, Zweifel, Gefühle und unverhoffte Wendungen in den Blick nehme.
Einordnungen aus Verlag und Literaturbetrieb
Auch Verleger Helge Malchow hob Regener als literarische Ausnahmeerscheinung hervor. Er verwies auf den stetig wachsenden Lebensroman des Autors und beschrieb dessen Sprache als meisterhaft komponiert. In seiner Bewertung ordnete er Regener zugleich als Epochen-, Gesellschafts- und Generationenroman-Autor ein.
Regener selbst nahm die Auszeichnung mit einem Verweis auf das Absurde in der Kunst auf. In seiner Wortmeldung spielte er auf den Namen des Preises an und verband dies mit einer ironischen, spielerischen Deutung der Ehrung.
Rolle des Preises
Der Stadtschreiber Literaturpreis verweist nicht nur auf eine einzelne Ehrung, sondern auch auf eine Reihe früherer Auszeichnungen. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Dörte Hansen, Julia Schoch, Peter Stamm und Feridun Zaimoglu.
Mit der aktuellen Verleihung rückt erneut ein Name in den Mittelpunkt, der im deutschsprachigen Literaturbetrieb seit Jahren präsent ist. Die Verbindung aus Preisgeld, Aufenthaltsrecht in Mainz und einem Produktionsangebot unterstreicht den Charakter der Auszeichnung als literarische Förderung mit öffentlicher Sichtbarkeit.
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