5000 Euro für Musikunterricht in Silz
Die Gebhard-Scharfenberger-Stiftung aus Mannheim hat 5000 Euro für den Musikunterricht im Kinder- und Jugenddorf Maria Regina in Silz gespendet. Der wöchentliche Unterricht mit einer Lehrkraft der Kreismusikschule Südliche Weinstraße ist dort seit einigen Jahren fester Bestandteil des Alltags der jungen Bewohnerinnen und Bewohner.
Unter der Leitung von KMS-Lehrer Frank Christmann sind die Kinder und Jugendlichen in unterschiedlichen Gruppen aktiv, von musikalischer Früherziehung und Gesang bis zum Schlagzeugensemble. Die Stiftung will damit dazu beitragen, dass das Angebot weiterlaufen kann.
Musik als fester Bestandteil des Alltags
Bernhard Scharfenberger, der gemeinsam mit dem inzwischen verstorbenen Norbert Gebhard die Stiftung aufgebaut hat, verwies bei der Scheckübergabe in Silz auf den Stellenwert von Musik für junge Menschen. „Musik ist ein wichtiges Element für Jung und Alt; für jüngere Menschen insbesondere auch deshalb, um sie in ihren verschiedenen Entwicklungsphasen sozial und emotional zu fördern“, sagte er. Bildung, Erziehung, Musik und Religion seien Schwerpunkte der Stiftungsarbeit, erklärte Scharfenberger.
Nach Angaben der Beteiligten hat die Stiftung bisher insgesamt 20.000 Euro an die Einrichtung gespendet, die von der St. Dominikus Krankenhaus und Jugendhilfe gGmbH mit Sitz in Ludwigshafen getragen wird. Der für das Kreisjugendamt zuständige Erste Kreisbeigeordnete Georg Kern betonte den Wert des Angebots für die Kinder und Jugendlichen: „Es ist toll, dass Sie mit Ihrer Spende den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, über eine andere Form der Sprache – und das ist Musik – ihre seelischen Belastungen für eine Weile zu vergessen oder dabei helfen, ein Stück ihrer inneren Stabilität und Ausdruckskraft zu erleben“.
Janosch Armbrust, Leiter des Kinder- und Jugenddorfes, dankte der Stiftung für die Unterstützung. Er hob hervor, wie besonders das Angebot sei: „Es ist alles andere als selbstverständlich und wahrscheinlich einzigartig in der Region, dass Kinder in einer Heimerziehung eine so gute Musikbildung und -ausbildung erhalten.“
Unterricht trotz beengter Räume
Kreismusikschulleiter Adrian Rinck sagte, die jungen Menschen könnten dank Spenden am Angebot teilnehmen und ein Instrument erlernen, unabhängig von ihrer familiären Situation. Der Musikunterricht finde jede Woche anders statt, berichtete Musiklehrer Frank Christmann. Er unterrichtet demnach aktuell zehn bis zwölf Kinder und Jugendliche vor Ort, etwa im Schlagzeugspiel oder am Klavier. „Im Musikunterricht ist es möglich, die Kinder und Jugendlichen in ihrer jeweiligen Stimmung aufzufangen. Für eine kurze Zeit können sie gedanklich ganz woanders sein“, sagte Christmann.
In den kommenden zwei Jahren findet der Musikunterricht nach Angaben von Armbrust unter besonderen Umständen statt, weil mehrere Gebäude der Einrichtung saniert werden. Die räumlichen Gegebenheiten seien derzeit beengt. Nach dem Umbau solle ein moderner Musikraum zur Verfügung stehen.
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