Was vom Winter bleibt: Kunst der Vergänglichkeit
Ausstellung in Kaiserslautern zeigt Werke von Anja Klos und Stefano Cattaneo vom 13. Februar bis 24. April


Am Freitag, dem 13. Februar 2026, startet in der Fruchthalle Kaiserslautern die Ausstellung „Was vom Winter bleibt“ mit Werken von Anja Klos und Stefano Cattaneo. Die Vernissage beginnt um 18:00 Uhr, bei der Dr. Christoph Dammann mit den beiden Künstlern sprechen wird. Für eine musikalische Umrahmung sorgt Carlos Abyazar an der Gitarre. Das Publikum kann die Ausstellung bis zum 24. April 2026 immer mittwochs von 9:00 bis 14:00 Uhr sowie zu allen Veranstaltungen in der Fruchthalle besuchen.
Konzept und Werkzyklus
„Was vom Winter bleibt“ ist Teil eines Werkzyklus, der mit „Dell’inverno quel che resta“ seinen Anfang nahm. Dazu zählen auch die Reihen „Strange Fruits“ und „Love Letters“ – beide sind in der Ausstellung vertreten. Der Zyklus thematisiert das Fortschreiten des Lebens, dessen Auflodern und das allmähliche Verlöschen.
Der Ausstellungstitel bezieht sich auf die Technik der Werke: Asche und Ruß werden als pigmentäre Substanzen verwendet. Lediglich im zentralen Element kommt rotes Oxid zum Einsatz. Die Materialien symbolisieren Rückstände der Verbrennung. Hiermit richtet der Werkzyklus seinen Blick auf das Vergehen des Lebens und seine Spuren – bisweilen sind es nur noch Schatten dessen, was einmal war. Die Arbeiten zeichnen sich dadurch aus, dass sie Vergangenes offenbaren und dem Betrachter auch das Verborgene zeigen.
Die Künstler im Fokus
Stefano Cattaneo
Stefano Cattaneo ist als Künstler international anerkannt und stammt aus Verona. Nach vielen Jahren in Kaiserslautern ist er inzwischen in seine Heimatstadt zurückgekehrt. Seit 1987 ist Cattaneo mit zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Italien, Deutschland und weiteren europäischen Ländern vertreten. In Kaiserslautern wurden seine Werke bereits im Fraunhofer Institut, in der Fruchthalle und auf dem Pfaff-Areal präsentiert. Seine Kunst ist geprägt von dem Streben nach Voranschreiten, dem Auflösen und dem, was bleibt – sichtbar durch das Raster seiner Malerei.
Anja Klos
Die Fotografin Anja Klos lebt ebenfalls seit Langem in Kaiserslautern. Ihre Werke beschäftigen sich mit der abstrakten Darstellung realer Welten, betrachtet durch die Linse einer Handykamera. So werden Bilder unscharf, verzerrt und verlieren ihre ursprüngliche Klarheit. Diese „Entfremdung“ bietet Raum für neue Interpretationen und Einblicke. Klos druckt die Fotografien auf Leinwand oder Büttenpapier und kombiniert sie mit Holz- und Stoffelementen, um neue Ebenen zu schaffen. Bereits in der Vergangenheit arbeitete sie mit Cattaneo zusammen, etwa bei der Ausstellung „Pasodoble“ in der Fruchthalle. Weitere Werke waren unter anderem bei der EVBK-Jahresausstellung 2021 in Prüm und bei einer Sonderausstellung im Künstlerhaus Metternich in Koblenz zu sehen.
Künstlerische Intention und Publikumseinbindung
Die Ausstellung lädt dazu ein, sich auf die Werke einzulassen, ohne sie zwingend verstehen zu müssen. Vielmehr geht es darum, angesprochen zu werden und Platz für Inspiration und Austausch zu finden. Die künstlerische Auseinandersetzung mit Materialien und Motiven bietet dem Publikum die Möglichkeit, eigene Sichtweisen zu entdecken.
Öffnungszeiten und Veranstaltungsinformationen
Mit ihrem vielschichtigen Konzept und der Verbindung unterschiedlicher Materialien laden Anja Klos und Stefano Cattaneo die Besucherinnen und Besucher dazu ein, sich dem Thema Vergänglichkeit auf innovative Weise zu nähern.
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