Sprache wählen

Theaterwiese: Umbau verzögert sich

Stadtrat beschließt Masterplanung für das gesamte Areal – Parkhausdach und weitere Flächen werden mitgeplant

Theaterwiese: Umbau verzögert sich
Fiktives KI-SymbolbildKI-generiert · Herausgeber: Hessen App GmbH

Die geplante Neugestaltung der Theaterwiese verzögert sich deutlich. Wie aus der Mitteilung hervorgeht, soll das Areal zwischen Casimirschloss und dem Pfalztheater-Parkhaus nicht wie zunächst vorgesehen in einem enger gefassten Rahmen weitergeplant werden. Stattdessen hat der Stadtrat am 11. Mai eine umfassendere Herangehensweise beschlossen, die das gesamte Gebiet zwischen Martin-Luther-Straße im Osten und dem Rathausvorplatz im Westen einschließt.

Stadtrat setzt auf Masterplanung für das gesamte Areal

Der Vorschlag der Verwaltung, für die Fläche ein Fachplanungsbüro zu beauftragen, fand im Stadtrat keine Mehrheit. Das Gremium entschied sich vielmehr für eine komplette Überplanung des Areals inklusive des Parkhausdachs, das in der Mitteilung als „Theatergarten“ bezeichnet wird. Damit verschiebt sich der bisherige Planungsrahmen spürbar.

Nach Angaben der Mitteilung hatten Oberbürgermeisterin Kimmel und die Leiterin des Referats Stadtentwicklung, Elke Franzreb, in der Sitzung vergeblich auf die damit verbundenen Hürden hingewiesen. Die umfassendere Planung werde deutlich mehr Zeit beanspruchen und auch höhere Kosten verursachen. Für diesen Umfang seien im Haushalt derzeit keine Mittel vorhanden.

Mehr Aufwand, mehr Abstimmung, mehr offene Fragen

Besonders beim Parkhausdach seien vor einer möglichen Umnutzung mehrere Fragen zu klären. Genannt werden in der Mitteilung bauliche, eigentumsrechtliche und planungsrechtliche Aspekte. Auch für eine Überplanung des Rathausvorplatzes seien hohe Hürden zu beachten, vor allem wegen des Denkmalschutzes.

Die Folge der erweiterten Zielsetzung: Eine europaweite Ausschreibung wird notwendig. Die Verwaltung verweist damit auf ein Verfahren, das deutlich über die ursprünglich angedachte Fachplanung hinausgeht.

Frühe politische Rückendeckung gefordert

Um einer Masterplanung frühzeitig die nötige politische Unterstützung zu geben, hat die Oberbürgermeisterin die Ratsfraktionen aufgerufen, ihre konkreten inhaltlichen Vorstellungen zur Gestaltung der Fläche zu erarbeiten und vorab einzubringen. Ziel ist offenbar, den weiteren Prozess politisch und inhaltlich breiter abzusichern.

Bereits gefasster Grundsatzbeschluss und Bürgerbeteiligung

Der Rat hatte den Grundsatzbeschluss zur Neugestaltung der Theaterwiese einschließlich eines künstlichen Bachlaufs Lauter bereits 2024 gefasst. Im September 2024 fand zudem eine gut angenommene Bürgerbeteiligung statt. Deren Ergebnisse wurden von der Verwaltung aufbereitet und hätten in die Fachplanung einfließen sollen.

Dass das Vorhaben nicht früher weiter vorangetrieben wurde, war laut Mitteilung bewusst entschieden worden. Das Jahr 2026 wurde von der Verwaltung abgewartet, um im Jubiläumsjahr an zentraler Stelle der Stadt keine Großbaustelle zu schaffen.

Ein Projekt mit verschobenem Zeitplan

Mit dem Ratsbeschluss verändert sich nicht nur der Zuschnitt des Vorhabens, sondern auch der zeitliche Ablauf. Aus einer konkreten Neugestaltung der Theaterwiese wird ein deutlich umfassenderes Planungsprojekt für ein zentrales Stadtareal. Die Mitteilung macht klar: Der politische Wille zur Veränderung ist vorhanden, doch die neue Dimension des Projekts bringt zusätzliche Verzögerungen mit sich.

Eigene Anzeige

Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

Jetzt anfragen

Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern: