Oberburg Hohenecken erstrahlt nach Sanierung
565.000 Euro Projekt bewahrt das staufische Kulturdenkmal in Kaiserslautern

Die Oberburg der geschichtsträchtigen Burg Hohenecken in Kaiserslautern erstrahlt nach langer Bauphase in neuem Glanz. Am Freitag, den 24. Oktober 2025, fand auf Einladung des Fördervereins Burg Hohenecken e.V. eine offizielle Feierstunde zur abgeschlossenen Sanierung statt. Der Festakt würdigte das besondere Engagement zahlreicher Akteure, die das bedeutende Baudenkmal aus der Stauferzeit vor weiterem Verfall bewahren und seine Zukunft sichern wollen.
Mehrjährige Sanierung dank breit gefächerter Unterstützung
Das Sanierungsprojekt wurde durch eine enge Kooperation des Fördervereins mit dem Deutschen Bundestag, dem Land Rheinland-Pfalz, dem Bezirksverband Pfalz sowie der Stadt Kaiserslautern möglich gemacht. Der Förderverein übernahm nach eigenen Angaben nicht nur das Beantragen von Fördermitteln, sondern auch deren Verwaltung. Darüber hinaus trug er als Bauherr die Verantwortung für das Vorhaben im Eigentum der Stadt.
Die erfolgreiche Realisierung wäre ohne die Unterstützung verschiedener Partner nicht möglich gewesen – darunter insbesondere die Stadtverwaltung, das Referat Gebäudewirtschaft, die Untere Denkmalschutzbehörde und das Referat Finanzen. Besonders hervorgehoben wurde laut Oberbürgermeisterin Beate Kimmel die konstruktive und einvernehmliche Zusammenarbeit. Stadtratsmitglieder ermöglichten zudem einen finanziellen Beitrag der Stadt.
Finanzierung und Maßnahmen im Überblick
Im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogramms X konnten umfangreiche Substanzerhaltungs- und Restaurierungsmaßnahmen umgesetzt werden. Dazu zählten die Felssicherung, die Untermauerung der Westwand der Kemenate und der Nordwand sowie die Aussteifung des Nordpalas mit einer Stahlkonstruktion.
Feierstunde mit Gästen aus Politik und Gesellschaft
Die Feierstunde fand direkt auf dem Hohenecken-Burgareal statt. Trotz wechselhaften Wetters waren zahlreiche Gäste anwesend, darunter:
Die Gäste wurden von den Mitgliedern des Fördervereins mit Kürbissuppe aus dem Lehmbackofen, Selbstgebackenem und Erfrischungen bewirtet. Der Vorsitzende Klaus Meckler würdigte das gemeinsame Engagement aller Beteiligten, insbesondere das Herzblut der Vereinsmitglieder, die sich unermüdlich für die Erhaltung der Burg einsetzen.
Identitätsstiftendes Wahrzeichen mit Zukunftsperspektive
Die Burg Hohenecken gilt als prägnantes Zeugnis staufischer Baukunst aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Sie liegt weithin sichtbar auf einem Felssporn und prägt als identitätsstiftendes Wahrzeichen die Region Kaiserslautern. Vom ursprünglichen Ensemble aus Ober- und Unterburg samt Zwinger und Graben sind noch beeindruckende Reste erhalten.
Mit Blick auf die Zukunft plant der Förderverein, die Burg weiterhin als kulturelle Sehenswürdigkeit und Tourismusziel zu stärken. Dazu sollen künftige Projekte im Bereich Denkmalpflege in enger Zusammenarbeit mit Stadt und Behörden vorangetrieben werden.
Die Oberbürgermeisterin betonte, welche Bedeutung die Zugänglichkeit und Erlebbarkeit dieser historischen Stätte für die Stadt und Region hat und sagte dem Förderverein weitere Unterstützung zu.
Besuch und Informationen
Die Burg Hohenecken kann kostenfrei und jederzeit besichtigt werden. Besonders im Winter bietet sich ein weiter Blick über das Landstuhler Bruch.
Der Förderverein Burg Hohenecken e.V. steht als Ansprechpartner für alle weiteren Fragen rund um die Nutzung und Entwicklung der Burg zur Verfügung.
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