Neuer Schulhof: Natur statt Asphalt am Gymnasium am Rittersberg
Klimafreundliche Umgestaltung mit Bäumen, Freizeitangeboten und Modellprojekt für nachhaltige Stadtentwicklung startet im Juli

Nach sechs Jahren intensiver Planung erreicht das Langzeitprojekt RBGreen am Gymnasium am Rittersberg einen bedeutenden Meilenstein: Mit dem offiziellen Spatenstich wurde die Umgestaltung des Schulhofs feierlich eingeleitet. Ziel des Projekts ist es, den Schulhof klimafreundlicher und attraktiver zu gestalten sowie vielfältigere Nutzungsmöglichkeiten für die Schulgemeinschaft zu schaffen.
Startschuss für nachhaltige Transformation
Der symbolische Spatenstich, der im Rahmen des Schulfests stattfand, setzte den offiziellen Startpunkt für das umfassende Bauvorhaben. Mit dabei: Oberbürgermeisterin Beate Kimmel und Umweltdezernent Manuel Steinbrenner, die beide die Initiative und das Engagement der Schulgemeinschaft ausdrücklich würdigten. Die Bauarbeiten beginnen planmäßig am 9. Juli und werden zunächst von einer vertieften Kampfmitteluntersuchung begleitet. Besonders lärmintensive Arbeiten, wie Erdbewegungen und die Pflanzung der Dachbäume, sind für die Sommerferien terminiert, um den Unterricht nicht zu beeinträchtigen. Im Anschluss folgen weitere Maßnahmen wie die Installation neuer Spiel- und Sitzelemente.
Geplanter Ablauf und Fertigstellung
Finanziert wird das Projekt über das Förderprogramm KIPKI (Kommunales Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation).
Innovative Konzepte und ökologische Impulse
Das finale Konzept des Projekts RBGreen, entwickelt vom Referat Grünflächen, zielt auf eine nachhaltige Verbesserung des Schulhofs ab. Im Fokus stehen die Entsiegelung von Flächen, die Schaffung von Rückzugsorten im Schatten sowie die Förderung der Biodiversität. Im Detail bedeutet dies:
Die bestehenden Freizeitmöglichkeiten wie Basketballkörbe und Tischtennisplatten bleiben erhalten. Ergänzend dazu werden neue Elemente wie eine Slackline, eine XXL-Hängematte und beschattete Sitzplätze installiert, um die Aufenthaltsqualität für Schüler und Schülerinnen deutlich zu erhöhen.
Langfristige Perspektive: RBGreen als Modellprojekt
Die umfangreiche Planung des Projekts entstand in Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen, darunter der Fachbereich Kommunikationsdesign der Hochschule Trier, die RPTU Kaiserslautern, die Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und die TU München. Unterstützung kam zudem von der Bau-AG, dem Museum Pfalzgalerie und der Handwerkskammer Kaiserslautern. Oberbürgermeisterin Kimmel und Umweltdezernent Steinbrenner betonten, dass die Initiative am Rittersberg von Anfang an von Schüler- und Lehrerschaft mitgetragen wurde.
Die Stadt sieht im Projekt RBGreen ein Modell für weitere Schulstandorte. Eine Übertragung auf andere Einrichtungen wird bereits geprüft.
Stimmen aus der Stadtverwaltung
Oberbürgermeisterin Beate Kimmel erklärte: „Ich freue mich sehr, dass es jetzt endlich losgeht“. Sie gestand, dass „ein bisschen lange gedauert habe“, lobte aber zugleich die Beharrlichkeit aller Beteiligten. Umweltdezernent Steinbrenner ergänzte: „Ihre Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt“. Zwar konnte nicht jeder ursprüngliche Wunsch umgesetzt werden, aber das Gros der Ideen sei realisiert worden. In seinen Worten: „Weniger Asphalt, mehr Natur – so muss nachhaltige Stadtentwicklung aussehen.“
Abschließend bedankte sich Kimmel bei allen, die das Projekt ermöglicht haben.
Ausblick
Mit RBGreen geht das Gymnasium am Rittersberg einen wegweisenden Schritt Richtung nachhaltiger Schulhofgestaltung. Die geplante Modellfunktion lässt auf eine Weiterverbreitung des Konzepts hoffen, sodass bald auch andere Schulen von den Erfahrungen und Ergebnissen profitieren können. Nachhaltigkeit, Klimaschutz und die Bedürfnisse der Schulgemeinschaft stehen hierbei klar im Mittelpunkt.
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