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Kaiserslautern testet Ersthelfer-App

Interkommunales Pilotprojekt soll Notfallhilfe beschleunigen und Überlebenschancen verbessern

Die Stadt Kaiserslautern setzt auf digitale Innovation bei der Notfallversorgung: Der Stadtrat hat einstimmig die Teilnahme an einem Pilotprojekt zur Einführung einer Ersthelfer-Alarmierungs-App beschlossen. Ziel ist es, die Überlebenschancen bei medizinischen Notfällen zu verbessern und die Zeit bis zum Eintreffen professioneller Rettungskräfte entscheidend zu verkürzen.

Interkommunales Pilotprojekt für den Leitstellenbereich Kaiserslautern

Im Fokus des neuen Projekts steht eine App, die gezielt Ersthelferinnen und Ersthelfer in Notfällen alarmieren kann. Die Alarmierung erfolgt automatisch und parallel zur Einweisung des Rettungsdienstes durch die Integrierte Leitstelle Kaiserslautern.

  • Kreis Kaiserslautern übernimmt die Projektleitung.
  • Teilnehmende Gebietskörperschaften: Landkreise Donnersbergkreis, Kusel und die Stadt Kaiserslautern.
  • Finanziert wird das Projekt zunächst über das Landesprogramm „Interkommunale Zusammenarbeit (IKZ)“.
  • Ziele und Funktionsweise der App

    Die App ermöglicht, registrierte Laienhelferinnen und -helfer via Smartphone zu alarmieren, wenn in ihrer Nähe ein medizinischer Notfall gemeldet wird. Nach Annahme des Einsatzes erhalten die Nutzer genaue Einsatzdaten, einschließlich des Notfallortes, um schnell und gezielt Hilfe zu leisten.

    Eine zuständige Beigeordnete der Stadt berichtet: Studien weisen darauf hin, dass frühzeitige Wiederbelebungsmaßnahmen durch Ersthelfer die Überlebenschancen verdoppeln oder verdreifachen können. Bisher liegt der Anteil der sogenannten Laienreanimation allerdings deutlich unter 50 Prozent. Mangelnde Sensibilisierung und eine erschwerte Erreichbarkeit potenzieller Ersthelfer gelten als wesentliche Gründe.

    Finanzierung und Perspektiven

    Der Einstieg in das Projekt ist durch die vollständige Kostenübernahme der IKZ-Förderung für die ersten zwei Jahre finanziell gesichert. Ab dem dritten Jahr tragen die beteiligten Kommunen die laufenden Kosten anteilig – für die Stadt Kaiserslautern sind jährlich rund 3.000 Euro vorgesehen.

    Vorteile für die Region

    Die angestrebte App verspricht eine wesentlich verbesserte Erstversorgung von Notfallpatienten. Durch die digitale Alarmierung können qualifizierte Laien innerhalb von Minuten beim Patienten sein und die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungswagens sinnvoll überbrücken.

    Mit dem Grundsatzbeschluss des Stadtrats und der geplanten Umsetzung des Pilotprojekts geht die Region Kaiserslautern einen wichtigen Schritt in Richtung moderne und effiziente Notfallhilfe – ein Gewinn für alle Bürgerinnen und Bürger.

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