Kaiserslautern startet mit Frankreich-Schwerpunkt in die 77. Saison
Knapp 80 Konzerte, große Namen und viele Formate von Sinfonik bis Jazz: Das Kulturreferat stellt das Programm 2026/2027 vor.

Die Konzerte der Stadt Kaiserslautern gehen in ihre 77. Saison. Für die Spielzeit 2026/2027 kündigt das Referat Kultur knapp 80 vielfältige Veranstaltungen an, die erneut an mehreren Orten in der Stadt stattfinden sollen. Im Mittelpunkt steht in dieser Saison Musik aus Frankreich – eingebettet in ein Programm, das von Sinfonik über Kammermusik bis hin zu Jazz, Rock, Pop und weiteren Genres reicht.
Ein Programm mit französischem Schwerpunkt
Die kommende Saison setzt wie gewohnt einen thematischen Akzent, ohne sich auf ein einziges Genre zu beschränken. Diesmal richtet sich der Blick auf Frankreich. Auf dem Programm stehen Werke von Berlioz, Debussy, Ravel und Dukas sowie weitere Kompositionen aus unterschiedlichen Epochen.
Besondere Aufmerksamkeit gilt zudem der Uraufführung eines Auftragswerks der Stadt an den Komponisten Thierry Escaich. Das Werk wird von der Ausnahmegeigerin Midori präsentiert. Ergänzt wird der Schwerpunkt durch Musik vom Barock bis zur Moderne.
Große Namen, breite stilistische Vielfalt
Die Saison versammelt zahlreiche Solistinnen, Solisten und Ensembles. Genannt werden unter anderem Felix Klieser, Andrei Gavrilov, das Fauré Quartett, Klaus Florian Vogt, German Brass, die international gefeierte Saxofonistin Asya Fateyeva sowie der Jazzchor Freiburg.
Damit setzt die Reihe auf ein bewusst breites Spektrum. Das Angebot reicht von klassischer Konzertkultur bis zu Formaten mit stärkerem Crossover-Charakter und soll unterschiedliche Publikumsinteressen ansprechen.
Literaturfestival, Jazzbühne und Sinfoniekonzerte
Zu den Höhepunkten zählt auch das alle zwei Jahre stattfindende Literaturfestival. Dort sollen unter anderem Marie Bäumer aus Baudelaires „Blumen des Bösen“ lesen und Joachim Król Goethes „Urfaust“ darstellen.
Die Reihe „Jazzbühne“ feiert ihr 100. Konzert mit einem besonderen Programm. Auch die Sinfoniekonzerte setzen markante Akzente: Die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz kommt unter anderem mit Beethovens Neunter, die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern mit Mahlers „Lied von der Erde“ und die Pfalzphilharmonie Kaiserslautern spielt Berlioz’ „Symphonie fantastique“.
Neue Formate und bekannte Reihen
In der Fruchthalle wird außerdem eine „urbane Rockoper“ des Lautrer Singer-Songwriters und Kulturpreisträgers 2024 Michael Halberstadt zu hören sein. Hinzu kommen weitere Formate wie:
Auch das Publikum wird bei ausgewählten Formaten aktiv eingebunden: Beim „Audience Choir“ und bei der „Großen Gospelnacht“ ist Mitsingen ausdrücklich erwünscht.
Kooperationen und kulturelles Netzwerk in der Stadt
Die Saison setzt zudem auf bestehende Kooperationen, unter anderem mit dem „Salon Schmitt“, der Friedenskapelle sowie der Marien- und Stiftskirche. Bürgermeister Manfred Schulz verweist darauf, dass dies dazu beitrage, Kaiserslautern als Ort der Musik, Kultur und Vielfalt zu profilieren.
Dr. Christoph Dammann hob hervor, dass es gelungen sei, Qualität und Quantität des Angebots zu erhalten. Er dankte den Kooperationspartnerinnen und -partnern, den Partnerorchestern und den Förderern, darunter das Ministerium für Kultur des Landes Rheinland-Pfalz und der Verein „Freunde der Fruchthalle“ mit seinem neuen Vorstand unter Vorsitz von Christian Wermke.
Benefizkonzert und Vorverkauf
Der Verein „Freunde der Fruchthalle“ veranstaltet am 9. April 2027 in der Fruchthalle ein Benefizkonzert mit dem Musik-Comedian Michael Krebs. Der Vorverkauf für die Saison beginnt im Juni.
Tickets und weitere Informationen sind über verschiedene Wege erhältlich, darunter die genannten Internetseiten, telefonische Auskünfte, die Tourist-Information, der Thalia Ticketservice, weitere Vorverkaufsstellen sowie nach Verfügbarkeit an der Konzertkasse.
Die Eintrittskarte berechtigt am Veranstaltungstag außerdem zur Hin- und Rückfahrt bis zum folgenden Tag um 3:00 Uhr mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln, bei der DB mit RE, RB und S-Bahn sowie im Verkehrsverbund Rhein-Neckar in der 2. Klasse.
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