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Kaiserslautern setzt auf Schutz vor Hochwasser und Starkregen

Neues Vorsorgekonzept mit Landesförderung und Bürgerbeteiligung startet im Herbst 2025

Die Stadt Kaiserslautern geht einen wichtigen Schritt in Richtung Klimaanpassung: Der Stadtrat hat am 23. Juni 2025 das Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept (HWSRVK) einstimmig beschlossen. Damit soll das Konzept als Grundstein für alle künftigen Planungen und Maßnahmen im Bereich Hochwasser- und Starkregenschutz dienen und in die Bauleitplanung der Stadt einfließen.

Vorausschauende Planung gegen zunehmende Wetterextreme

Fachliche Prognosen legen nahe, dass extreme Wetterereignisse wie Starkregen und die daraus resultierenden Überflutungen in Zukunft häufiger auftreten werden. Der Stadtrat und die Stadtverwaltung sehen deshalb einen strukturierten und vorausschauenden Umgang mit diesen Risiken als essenziell an.

Zu den Zielen des HWSRVK zählen unter anderem:

  • Identifikation von Risikobereichen
  • Schaffung von Handlungsfeldern für Prävention
  • Erarbeitung konkreter Maßnahmen zur Schadensminimierung
  • Das Konzept setzt auf einen Mix aus verschiedenen Maßnahmen – von der Unterhaltung der Gewässer und optimierter Wasserführung über den Wasserrückhalt in der Fläche bis zu technischen Schutzmaßnahmen und verbesserten Warnsystemen. Damit sollen sowohl die Stadtverwaltung als auch die Bürgerinnen und Bürger besser auf kommende Starkregenereignisse vorbereitet werden.

    Bürgerbeteiligung und öffentliche Vorstellung

    Wesentlich für die Entwicklung des HWSRVK war die aktive Einbindung der Bevölkerung. Über Workshops und eine Online-Beteiligungsplattform konnten Bürgerinnen und Bürger ihre Perspektiven einbringen und so zur Entwicklung tragfähiger Lösungen beitragen. Dies schärfte das Bewusstsein für Hochwasserrisiken und zeigte individuelle Vorsorgemöglichkeiten auf.

    Für den Herbst ist eine Bürgerinformationsveranstaltung geplant, bei der das finale Konzept der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Der genaue Termin wird noch bekanntgegeben.

    Förderung und Umsetzung

    Das HWSRVK wurde zu 90 Prozent aus Fördermitteln der Wasserwirtschaftsverwaltung des Landes Rheinland-Pfalz finanziert. Ein breites Maßnahmenpaket ist vorgesehen: Es reicht von privaten Objektschutzmaßnahmen für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer bis zu technischen Schutzbauten der Stadt. Viele Maßnahmen werden dabei zusätzlich mit bis zu 80 Prozent vom Land gefördert.

    Bis zum Herbst 2025 wird eine Maßnahmenliste für die kommenden fünf Jahre ausgearbeitet und den Ratsgremien zur Beschlussfassung vorgelegt. Das aufwendige Konzept wurde durch das Ingenieurbüro Reihsner aus Wittlich erstellt.

    Transparente Informationen und zukünftige Schritte

    Ab Oktober 2025 wird das finale HWSRVK sowohl auf der Website der Stadt veröffentlicht als auch im Amtsblatt zugänglich gemacht. Die Stadtverwaltung betont, dass der Schutz vor Hochwasser und Starkregen eine gemeinsame Aufgabe von Staat, Kommune und Bürgerschaft bleibt. Ein vollständiger Schutz könne nicht garantiert werden – auch individuelles Engagement sei gefragt.

    Finales HWSRVK ab Oktober auf der Website der Stadt Kaiserslauternhttps://www.kaiserslautern.de

    Mit dem Beschluss des Konzepts unterstreicht Kaiserslautern den Willen, frühzeitig und umfassend auf die Herausforderungen des Klimawandels zu reagieren und die Stadt resilienter gegen künftige Wetterextreme aufzustellen.

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