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Kaiserslautern setzt auf KI für mehr Sicherheit

Neues Videoschutzkonzept, jährliche Bürger-Sitzungen und Online-Befragung sollen Kriminalität vorbeugen und Transparenz fördern

Kaiserslautern setzt auf KI für mehr Sicherheit
Fiktives KI-SymbolbildKI-generiert · Herausgeber: Hessen App GmbH

Die Initiative Sicheres Kaiserslautern (SiKa) hat bei ihrer Sitzung am 20. Januar 2026 mehrere bedeutende Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit rund um das Kaiserslauterer Rathaus vorgestellt. Zugleich wurde beschlossen, künftig einmal pro Jahr eine SiKa-Sitzung öffentlich abzuhalten, um Bürgerinnen und Bürgern sowie Medienvertreterinnen und -vertretern direkte Einblicke in aktuelle Projekte und Diskussionen zu ermöglichen.

Transparenz durch öffentliche SiKa-Sitzungen

Der Lenkungskreis der Initiative tagt bislang etwa viermal jährlich. Neu ist, dass eine der Sitzungen künftig auch einen öffentlichen Teil haben wird. Ziel ist es, mehr Transparenz und Beteiligung für die Bevölkerung herzustellen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger erhalten somit einmal pro Jahr Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich aus erster Hand über sicherheitsrelevante Entwicklungen zu informieren.

Videoschutz für das Rathaus: Technik und Datenschutz

Im Mittelpunkt der Sitzung stand die Vorstellung des neuen Videoschutzkonzepts für das Rathaus. Die geplante Maßnahme ist Teil eines umfassenden Sicherheitskonzepts, das Vandalismus, Drogenkriminalität und tätlichen Angriffen im Umfeld des Rathauses gezielt vorbeugen soll.

Bürgermeister Manfred Schulz verdeutlichte die Motivation hinter dem Projekt: „Es geht uns dabei sowohl um die Sicherheit unserer Beschäftigten als auch der Bürgerinnen und Bürger, die ins Rathaus möchten oder rund um das Rathaus unterwegs sind.“ Vorgesehen ist die Installation von insgesamt elf Kameras – sieben auf dem Vorplatz und vier an den Seiten des Gebäudes. Rechtlicher Rahmen hierfür ist §21 des rheinland-pfälzischen Landesdatenschutzgesetzes.

Moderne Technik mit KI-gestützter Bildanalyse

Die Videotechnik, vorgestellt von Samuel Rahn und Thomas Gladel als Vertreter der MOBOTIX AG, integriert eine KI-gestützte Bildanalyse, die sicherheitsrelevante Bewegungen erkennt. Bei Feststellung einer kritischen Situation erfolgt tagsüber eine Benachrichtigung der betreuenden Mitarbeitenden, während nachts eine automatische Aufzeichnung aktiv wird.

Das Videomaterial wird durch geschultes Personal des Kommunalen Vollzugsdiensts nach dem Vier-Augen-Prinzip gesichtet. Aufzeichnungen ohne Relevanz für die Sicherheit werden anschließend gelöscht. Um den Datenschutz zu gewährleisten, werden technische und organisatorische Maßnahmen umgesetzt, eine Datenschutz-Folgenabschätzung erstellt und das Verfahren mit den zuständigen Stellen abgestimmt.

Eine Besonderheit ist die automatische, dynamische Verpixelung von Personen auf den Aufnahmen, damit keine personenbezogenen Daten verarbeitet werden. Zudem sind Kameras und Monitore nicht mit dem städtischen Netzwerk verbunden – dies schützt vor externen Zugriffen.

Erkennbarkeit und Hinweise vor Ort

Im Umfeld des Rathauses werden Schilder auf den Videoschutz hinweisen. Die Kameras sind so gestaltet, dass sie für alle deutlich sichtbar sind.

Bürgerbefragung zur Sicherheit: InSiKo startet Online-Befragung

Neben dem Videoschutz war die bevorstehende Bürgerbefragung zu Sicherheitsthemen ein wichtiger Tagesordnungspunkt. Das Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. (ism) bereitet hierfür den abschließenden Fragebogen vor. Ziel ist es, mindestens 5.000 Bürgerinnen und Bürger zu einer Teilnahme an der Online-Befragung zu motivieren.

Der Beteiligungsbeirat der Stadt Kaiserslautern brachte Anregungen ein, damit möglichst viele Menschen aus unterschiedlichen Stadtteilen erreicht werden. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, ein differenziertes Bild vom Sicherheitsgefühl in Kaiserslautern zu erhalten.

Weitere Themen: Kriminalitätslage, Bahnhaltepunkt und neues Sicherheitskonzept

  • Die Polizei berichtete über eine insgesamt störungsfreie und sichere Durchführung des vergangenen Weihnachtsmarktes, mit nur wenigen identitätsbezogenen Feststellungen und einigen Straftaten.
  • Diskutiert wurde die mögliche Einrichtung eines Bahnhaltepunktes an der Kohlenhofstraße – insbesondere hinsichtlich der Entlastung bei Großveranstaltungen wie Fußballspielen des 1.FCK. Details zu den Kosten wurden noch nicht bekannt gegeben.
  • Das aktualisierte Konzept „Sicherheit Ordnung Sauberkeit“ wurde vorgestellt und einstimmig vom SiKa-Lenkungskreis angenommen. Es wird nun dem Stadtrat zur weiteren Beratung zugeleitet.
  • Bürgermeister Manfred Schulz bedankte sich zum Abschluss der Sitzung ausdrücklich bei allen Beteiligten. Das neue Konzept soll der städtischen Verwaltung zukünftig als Leitfaden dienen und die Sicherheitsarbeit in Kaiserslautern weiter stärken.

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