Kaiserslautern plant klimafreundliche Wärmeversorgung
Bürger können bis 28. Februar Stellungnahmen zur Kommunalen Wärmeplanung 2026–2030 abgeben

Die Stadt Kaiserslautern treibt die Planung für eine treibhausgasneutrale Wärmeversorgung voran: Im Rahmen einer öffentlichen Bürgerveranstaltung wurden am Dienstagabend die Eckpunkte und Ziele der Kommunalen Wärmeplanung erstmals präsentiert. Das Thema bewegt viele Bürgerinnen und Bürger – nicht zuletzt mit Blick auf künftige Sanierungsmaßnahmen und die Versorgungssicherheit in den eigenen vier Wänden.
Bürgerinformation auf dem Pfaff-Areal: Fragen und Antworten zur Wärmeversorgung
Rund 50 Interessierte folgten der Einladung auf das Pfaff-Areal, wo sie von Umweltdezernent Manuel Steinbrenner begrüßt wurden. Er unterstrich die Bedeutung der Energieautarkie für Deutschland, sowohl aus Klimaschutz- als auch aus sicherheitspolitischer Sicht. Die Kommunale Wärmeplanung sei, so Steinbrenner, ein zentraler Baustein auf dem Weg zu nachhaltigen Strukturen. „Wir haben gut ein Jahr lang intensiv daran gearbeitet, gemeinsam mit vielen beteiligten Akteuren. Ich freue mich daher sehr, dass wir den aktuellen Stand nun präsentieren können und freue mich auf Ihre Anregungen“, betonte der Beigeordnete.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen konkrete Fragen: Liegt mein Haus im geplanten Fernwärmegebiet? Was ist bei einer Umstellung von Gas- auf andere Heizsysteme zu beachten? Und wie ist das städtische Stromnetz auf die wachsende Zahl an Wärmepumpen, Elektroautos und Photovoltaikanlagen vorbereitet? Der aktuelle Stand zur Beantwortung solcher Fragen wurde detailliert vorgestellt und diskutiert.
Plan für 2026–2030: Ziele, Maßnahmen, Ausblick
Der Plan deckt die Jahre 2026 bis 2030 ab und soll bis spätestens Ende Juni 2026 fertiggestellt sein – rechtzeitig zur bundesweiten Frist. Ziel ist es, für Kaiserslautern den effizientesten und flächeneffizientesten Weg in eine klimafreundliche Zukunft zu finden. Die Kommunale Wärmeplanung dient der Stadtverwaltung damit als strategische Entscheidungsgrundlage und Orientierungsrahmen für Gebäudebesitzer, Unternehmen sowie Privatpersonen.
Die Präsentation des Berichts erfolgte durch Anna Kroschel und Daniel Zech von B.A.U.M. Consult und Fichtner. Wesentliche Inhalte:
Zusätzlich erhielten die Teilnehmer Tipps zu Alternativen für fossile Heizsysteme.
Mitwirkung der Bevölkerung: Bericht noch bis 28. Februar offen einsehbar
Bis zum 28. Februar bleibt der Bericht zur Kommunalen Wärmeplanung öffentlich einsehbar. Bürgerinnen, Bürger, öffentliche Stellen und betroffene Akteure haben in diesem Zeitraum die Möglichkeit, schriftliche Stellungnahmen einzureichen.
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title="Referat Umweltschutz der Stadt Kaiserslautern"
subtitle="Stellungnahmen zur Kommunalen Wärmeplanung"
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Wie geht es weiter?
Nach Fristablauf werden die Stellungnahmen ausgewertet und der Bericht im sogenannten Wärmetisch – einem Expertengremium – finalisiert. Es folgen Beratungen im Umweltausschuss am 23. März sowie der abschließende Stadtratsbeschluss am 11. Mai.
Im Juni ist eine weitere große Informationsveranstaltung geplant, inklusive Infoständen für Bürgerinnen und Bürger. Bis dato soll auch das städtische Geoportal eine Karte bereithalten, die das Potenzial für Fernwärmenetze in allen Stadtvierteln visualisiert.
Bedeutung für Kaiserslautern
Die Kommunale Wärmeplanung verschafft Kaiserslauterer Bürgerinnen und Bürgern Klarheit über künftige Sanierungspflichten, Orientierung bei Investitionen und Planungssicherheit. Die transparente Einbindung der Bevölkerung und die Möglichkeit, aktiv Stellung zu nehmen, stärken darüber hinaus das Vertrauen in den Prozess.
Die finalen Weichen für die zukünftige Wärmeversorgung in Kaiserslautern werden in den kommenden Monaten gestellt – mit nachhaltigen Folgen für Klimaschutz, Energieunabhängigkeit und Lebensqualität.
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