Kaiserslautern macht Innenstadt sicherer
Neue Sperren, verbesserte Plätze und SOS-Konzept sollen Schutz vor Überfahrttaten und Vandalismus erhöhen
Die Initiative Sicheres Kaiserslautern (SiKa) hat bei ihrer jüngsten Sitzung bedeutende Schritte zur weiteren Verbesserung der Sicherheit in der Innenstadt vorgestellt. Schwerpunkt lag auf Maßnahmen, die den Schutz bei Veranstaltungen und im öffentlichen Raum vor sogenannten Überfahrttaten, im Volksmund auch Amokfahrten genannt, erhöhen sollen.
Neue Sicherheitskonzepte für die Innenstadt
Bürgermeister Manfred Schulz und Werner Schmidt, Leiter des Kommunalen Vollzugsdiensts, informierten über den Stand eines neuen Konzepts für Urbane Sicherheit. In enger Abstimmung mit der Initiative Breitscheidplatz, Polizei, Feuerwehr sowie den städtischen Referaten für Tiefbau und Stadtentwicklung soll eine Machbarkeitsstudie erarbeitet werden.
Bereits installierte mobile Durchfahrtssperren haben es in diesem Jahr ermöglicht, Feste wie die Kerwe sicherer zu machen. Ziel bleibt es jedoch, fest installierte Sperren in besonders sensiblen Zonen der Innenstadt zu etablieren. Solche fest verankerten Lösungen könnten nach Einschätzung von Bürgermeister Schulz „die neuralgischen Teile der Innenstadt auch außerhalb von Festzeiten jederzeit sichern und Veranstaltern sichere Plätze und Wege anbieten“.
Optimierungen auf dem Rathausvorplatz
Ein weiteres zentrales Thema der Sitzung waren Maßnahmen zur Steigerung der Sicherheit und Sauberkeit auf dem Rathausvorplatz. Hier wurden bereits Verbesserungen umgesetzt oder stehen unmittelbar bevor – darunter das vom Stadtrat beschlossene neue Beleuchtungskonzept.
Landesförderung für Sicherheitsanalysen
Die Stadt Kaiserslautern konnte sich erfolgreich um eine Förderung im Rahmen des „InSiKo“-Projekts („Initiative Sicherheitsgefühl in den Kommunen stärken“) des Innenministeriums bewerben. Damit wird noch in diesem Jahr eine erneute Analyse des bestehenden Präventions- und Sicherheitsgefüges, unterstützt durch das Institut für sozialpädagogische Forschung Mainz, starten.
Weiterentwicklung des SOS-Konzepts
Auch das SOS-Konzept („Sicherheit – Ordnung – Sauberkeit“) steht derzeit auf dem Prüfstand. Die Fortschreibung des Maßnahmenpakets soll in der nächsten SiKa-Sitzung im November vorgestellt werden. Ziel ist es, die Lebensqualität und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung weiter zu stärken.
Bahnhof Südeingang: Handlungsbedarf erkannt
Deutlich wurde im Lenkungskreis auch, dass am Südeingang des Bahnhofs dringender Handlungsbedarf besteht. Dieser Bereich wird häufig von Obdachlosen als Schlafplatz und Toilette genutzt, zudem kam es bereits zu Übergriffen. Die Stadt reagierte kurzfristig und entfernte Türen, die wiederholt Ziel von Vandalismus waren. Laut Raphael Mader, stellvertretender Leiter des Referats Recht und Ordnung, sind bauliche Maßnahmen geplant, um eine zweckfremde Nutzung der Halle künftig weitgehend auszuschließen.
Beteiligen Sie sich: Ihre Meinung ist gefragt
Die vorgestellten Pläne und Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit in Kaiserslautern betreffen alle Bürgerinnen und Bürger. Wie empfinden Sie das Sicherheitsgefühl in Ihrer Stadt? Welche Maßnahmen halten Sie für besonders wichtig?
Die nächsten Schritte umfassen die Fertigstellung der Machbarkeitsstudie, die Umsetzung der geplanten baulichen Veränderungen am Bahnhof sowie die Präsentation des aktualisierten SOS-Konzepts. Die Stadt hält die Öffentlichkeit über die Fortschritte auf dem Laufenden.
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