Kaiserslautern gedenkt in Saint-Quentin
107. Jahrestag des Waffenstillstands: Gemeinsames Erinnern und Friedensappell in der französischen Partnerstadt


Im Rahmen der diesjährigen Gedenkfeierlichkeiten zum 11. November reiste Beigeordneter Manuel Steinbrenner als offizieller Vertreter der Stadt Kaiserslautern in die französische Partnerstadt Saint-Quentin. Anlass war der 107. Jahrestag des Waffenstillstands von Compiègne, ein Tag, der den Opfern beider Weltkriege gewidmet ist und auf besondere Weise an die Notwendigkeit von Frieden und Verständigung erinnert.
Gemeinsames Gedenken in Saint-Quentin
Die Feierlichkeiten begannen am 10. November mit einer Kranzniederlegung auf dem Deutschen Friedhof in Saint-Quentin. In einer feierlichen Zeremonie wurden Kränze sowohl am Beinhaus als auch am Denkmal der Hopliten niedergelegt. Nach einer Schweigeminute erklangen nacheinander die deutsche Nationalhymne, die Marseillaise und die europäische Hymne, um den Gefallenen Respekt zu zollen und an den gemeinsamen europäischen Gedanken zu erinnern.
Im Anschluss trafen sich die Delegationen der Partnerstädte Kaiserslautern, Neufchâteau (Belgien) und Saint-Quentin zu einem gemeinsamen Abendessen, das die partnerschaftlichen Bande weiter vertiefte.
Zeremonien zum Waffenstillstand
Am Jahrestag selbst, dem 11. November, wurden die Feierlichkeiten mit einer weiteren Kranzniederlegung am Denkmal für Albert I. fortgesetzt. Auch hierbei stand das Gedenken an das Leid der Kriegsopfer im Mittelpunkt. Höhepunkte waren die Ehrungen verdienter Kriegsveteranen, denen Auszeichnungen wie das und die Medaille für Verdienste um die Nation verliehen wurden.
Der Appell zu Frieden und Verständigung
In seiner offiziellen Ansprache hob Manuel Steinbrenner hervor: „Dieser Tag erinnert uns an die Opfer von Krieg und Gewalt und an unsere Verantwortung für Frieden und Verständigung.“ Des Weiteren betonte er: „In dieser Welt, in der Kriege und Konflikte erneut die Schlagzeilen beherrschen, ist es wichtiger denn je, dass wir die Werte des Friedens und der Verständigung hochhalten. Unsere Partnerschaft hier in Saint-Quentin zeigt, dass Dialog und gegenseitiger Respekt die Grundlage für nachhaltigen Frieden sind.“
Feierlicher Abschluss mit Musik und Botschaft
Der Festakt erreichte seinen Höhepunkt mit der Verlesung einer Botschaft der Regierung und einer weiteren Schweigeminute. Als Zeichen der internationalen Verbundenheit erklangen anschließend die deutsche und die belgische Nationalhymne, letztere begleitet vom Chor Quentin Chœur Chante.
Beim abschließenden Empfang und Mittagessen kamen die Delegationen aus Frankreich, Deutschland und Belgien nochmals zusammen. Dabei wurde die Bedeutung des Friedens und der Städtepartnerschaften als Grundpfeiler für ein gemeinsames Europa hervorgehoben.
Das Gedenken in Saint-Quentin verdeutlicht die fortwährende Bedeutung grenzüberschreitender Freundschaften und gemeinsamer Verantwortung in einer Zeit, in der die Werte von Frieden und Dialog im globalen Kontext immer wieder neu errungen werden müssen.
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