JUZ entwickelt Konzept für barrierefreien Zugang und mehr Jugendbeteiligung
Beim bundesweiten „Tag der Offenen Kinder- und Jugendarbeit“ hat sich Beigeordnete Anja Pfeiffer im städtischen Jugend- und Programmzentrum (JUZ) über die weitere Entwicklung der Einrichtung informiert. Im Mittelpunkt standen die künftige Ausrichtung des Hauses, die stärkere Einbindung von Jugendlichen und die Vernetzung mit den Stadtteilen.
Vor dem JUZ in der Steinstraße 47 gab es einen Stand mit frisch gebackenen Waffeln und Knobelspielen. Interessierte konnten sich außerdem durch die insgesamt 19 Räumlichkeiten des Jugendzentrums führen lassen. Auch die Streetwork, deren Büro sich im JUZ befindet, war vor Ort und stand als Ansprechpartner zur Verfügung.
Nach Angaben der Stadt befindet sich die Kinder- und Jugendarbeit im JUZ in einem fortlaufenden Anpassungsprozess, weil sich Interessen und Bedürfnisse junger Menschen verändern. Das Konzept des Hauses wurde auf Grundlage der Ergebnisse der Jugendbedarfsanalyse weiterentwickelt. Vorgesehen ist unter anderem, den Zugang zu den Jugendräumen barrierefreier zu gestalten, das Jugendparlament im JUZ unterzubringen und lokale Akteure stärker als Kooperationspartner einzubinden. Der Schwerpunkt des JUZ soll künftig noch gezielter auf der Kinder- und Jugendarbeit liegen.
Mit der räumlichen Umgestaltung wurde bereits begonnen. Dabei werden die Spielräume des Jugendtreffs im ersten Obergeschoss mit den Büro- und Gruppenräumen sowie der ehemaligen Schreinerei im Erdgeschoss getauscht. Der geplante Einzug des Jugendparlamentes soll nach städtischer Darstellung die Demokratieförderung im Jugendalter weiter voranbringen und jungen Menschen zusätzliche Möglichkeiten eröffnen, sich einzubringen und Jugendpolitik mitzugestalten.
Zum Angebot des JUZ gehört die Offene Kinder- und Jugendarbeit. Sie richtet sich an Jugendliche aus Kaiserslautern und den Ortsbezirken und kann während der regulären Öffnungszeiten ohne Anmeldung und kostenfrei genutzt werden. Die Cafeteria ist montags von 13 bis 18.30 Uhr, dienstags und mittwochs von 13 bis 20 Uhr sowie donnerstags und freitags von 13 bis 18.30 Uhr geöffnet. Sie kann während der Öffnungszeiten durchgehend genutzt werden und ist mit einer pädagogischen Fachkraft besetzt.
Das Jugendmobil ist seit Kurzem auch an einem Nachmittag im Stadtteil Erfenbach unterwegs. Weitere Jugendtreffs gibt es in der Geschwister-Scholl-Schule und in der Slevogtstraße; die Termine sollen im November veröffentlicht werden.
Der Besuch markierte zugleich den Abschluss des Kippen-Clean-Ups der Stadtbildpflege Kaiserslautern in Kooperation mit dem JUZ. An einem eigenen Stand konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die in der Innenstadt aufgesammelten Zigarettenkippen abgeben. Mit der Aktion wurde auf das unerlaubte Wegwerfen von Zigarettenabfällen, die damit verbundene Umweltbelastung und die mögliche Brandgefahr aufmerksam gemacht.
„Die aufsuchende Arbeit ist damit ein zentraler Bestandteil der Offenen Kinder- und Jugendarbeit des JUZ. Ziel ist es, junge Menschen nicht nur im Jugendzentrum zu erreichen, sondern auch direkt in ihren Stadtteilen und Lebenswelten“, sagte Anja Pfeiffer.
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