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Handwerk verbindet Saint-Quentin und Kaiserslautern

Elf junge Handwerker bauen gemeinsam Möbel und fördern europäischen Austausch

Handwerk verbindet Saint-Quentin und Kaiserslautern
Bild zum Beitrag© Neues aus Kaiserslautern

Elf junge Handwerkerinnen und Handwerker aus der französischen Partnerstadt Saint-Quentin sind derzeit Gäste der Meisterschule Kaiserslautern. Im Rahmen des sogenannten Pro-Tandem-Projekts verbringen sie vom 9. bis zum 28. November mehrere Wochen gemeinsam mit ihren deutschen Kolleginnen und Kollegen. Im Zentrum des Austauschs steht ein gemeinsames handwerkliches Projekt: der Bau eines kleinen Tisches mit filigraner Schublade.

Gelebte Städtepartnerschaft

Die Verbindung zwischen Kaiserslautern und Saint-Quentin ist seit vielen Jahren eng. Die beiden Städte pflegen seit fast 60 Jahren eine Partnerschaft, die insbesondere durch gemeinsame Projekte wie diesen Austausch immer wieder mit Leben gefüllt wird. Seit 2019 besteht der handwerkliche Austausch zwischen der Meisterschule und der französischen Stadt, der lediglich während der Corona-Pandemie pausieren musste.

Vielfältiges Programm für die Teilnehmenden

Die französischen Gäste werden nicht nur in der Werkstatt aktiv. Begleitet von einem französischsprachigen Fachmann arbeiten sie an ihrem Werkstück und nehmen an zahlreichen Programmpunkten teil, darunter:

  • Workshop in der Goldschmiede- und Steinmetzabteilung
  • Exkursionen nach Speyer, Heidelberg und zum Humbergturm
  • Besuch in der Kletterhalle des Deutschen Alpenvereins (DAV)
  • Mögliche Betriebsbesichtigung bei der Firma CLtech
  • Ein Höhepunkt ist der Tandemkurs in der ersten Woche. Hierbei lösen die Jugendlichen gemeinsam Aufgaben und nähern sich spielerisch der jeweils anderen Sprache und Kultur. Auch eine Stadtführung durch Kaiserslautern steht auf dem Programm.

    Engagement für Europa und interkulturellen Austausch

    Bürgermeister Manfred Schulz begrüßte die Gäste offiziell im Pfalzgrafensaal: „Es ist uns eine große Freude, euch hier in Kaiserslautern begrüßen zu dürfen.“ Er unterstrich die Bedeutung des persönlichen Austauschs für Europa: „Ihr tragt mit eurem Besuch dazu bei, die lange Freundschaft zwischen unseren Städten weiter zu stärken und Europa im Alltag erlebbar zu machen.“

    Schulz betonte, dass solch ein Austausch Offenheit und Mut erfordert. „Ihr lernt eine neue Umgebung kennen und taucht in eine andere Sprache ein – das ist eine Bereicherung für euch persönlich, aber auch für unsere beiden Städte.“ Er dankte ausdrücklich den Lehrkräften und Organisierenden auf beiden Seiten für ihr Engagement. „Solche Begegnungen schaffen Verständnis, Vertrauen und Freundschaft. Und genau das ist es, was Europa stark macht.“

    Ausblick

    Der Rückbesuch der deutschen Gruppe in Saint-Quentin ist für das kommende Frühjahr geplant. Damit wird die Partnerschaft auch weiterhin durch den persönlichen Austausch gefestigt und lebendig gehalten.

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