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Hänsel und Gretel landen vor Gericht

Justizsatire mit echten Juristen im Stadtmuseum: Vorstellung am Dienstag, 5. Mai, um 17 Uhr in der Scheune an der Steinstraße 48

Wenn ein Märchen auf das Strafrecht trifft, entsteht ein ungewöhnlicher Blick auf bekannte Figuren: In der Scheune des Stadtmuseums wird „Hänsel und Gretel vor Gericht“ gezeigt. Das Theaterstück verbindet Justizsatire mit einem live nachvollziehbaren Einblick in einen Strafprozess – mit einem klaren Augenzwinkern, aber ausdrücklich juristisch fundiert.

Märchenfiguren auf der Anklagebank

Am Dienstag, 5. Mai, um 17.00 Uhr landen die beiden Geschwister aus der Grimm’schen Welt auf der Anklagebank. Das Publikum erlebt dabei, wie ein Strafprozess ablaufen kann, wenn die vertraute Märchenlogik plötzlich unter den Blick des Strafrechts gerät.

Der Gerichtssaal ersetzt den Märchenwald, Paragraphen treten an die Stelle von Brotkrumen, und statt Hexerei geht es um Strafzumessung. Im Zentrum steht die Frage, ob das, was zunächst wie Notwehr wirkt, in Wahrheit als Totschlag bewertet werden könnte. Zugleich bleibt offen, wie die Situation im Märchenkontext zu deuten ist.

Justizsatire mit echten Juristinnen und Juristen

Besonders an dem Stück ist die Besetzung: Auf der Bühne stehen keine Schauspieler, sondern echte Richter, Anwälte und Staatsanwältinnen. Sie übernehmen für eine Stunde die Rollen in einer Form von Justizsatire, die den Prozess nicht nur nacherzählt, sondern erlebbar macht.

Die Veranstaltung spielt mit den Erwartungen des Publikums und zeigt, wie schlichte Märchenlogik in der juristischen Betrachtung an Grenzen stößt. Gleichzeitig wird sichtbar, wie komplex und zugleich menschlich Justiz sein kann.

Besetzung der Rollen

  • Alexander Schwarz, Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht in Zweibrücken, übernimmt die Rolle des Richters.
  • Rechtsanwältin Inga Neumüller tritt als Staatsanwältin auf.
  • Professor Thomas Söbbing übernimmt die Rolle des Anwalts von Hänsel und Gretel.
  • Ort, Termin und Anmeldung

    „Hänsel und Gretel vor Gericht“ findet in der Scheune des Stadtmuseums, Steinstraße 48, statt. Der Eintritt ist frei. Für die Teilnahme wird um Anmeldung gebeten, dabei sollen Name und Anzahl der Personen angegeben werden.

    Mit dem Stück wird ein bekanntes Märchen in einen völlig anderen Kontext gesetzt. Der Fokus liegt dabei nicht auf einer klassischen Nacherzählung, sondern auf der spannenden Frage, wie sich ein scheinbar vertrauter Stoff verändert, wenn er vor Gericht verhandelt wird.

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