Frauen im geteilten Deutschland
Ausstellung im Rathaus Kaiserslautern beleuchtet Leben und Rollen der Frauen in der DDR und BRD der 1970er und 1980er Jahre mit ergänzendem Vortrag


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Die gesellschaftliche Wahrnehmung von Frauen in Deutschland ist bis heute von Stereotypen geprägt. Trotz der deutschen Wiedervereinigung und dem damit einhergehenden Wandel im gesellschaftlichen Bewusstsein haben sich bestimmte Klischees über die sogenannten „Westfrauen“ und „Ostfrauen“ tief eingebrannt. Die neue Ausstellung „“, die vom 6. bis 28. Mai 2025 im Foyer des Rathauses Kaiserslautern zu sehen ist, nimmt sich diesem Thema an und lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, gängige Vorstellungen zu hinterfragen.
Ein differenzierter Blick auf weibliche Lebenswirklichkeit
Organisiert von der Historikerin Clara Marz im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, rückt die Ausstellung das Leben von Frauen in der DDR und der BRD in den Fokus. Im Zentrum stehen dabei die Jahre der 1970er und 1980er – Jahrzehnte, in denen politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen maßgeblich das Frauenbild und den Alltag prägten.
Auf insgesamt 20 Plakaten werden zentrale Aspekte weiblicher Lebensrealität beleuchtet. Besucher begegnen dabei nicht nur den kontrastierenden Systemen Ost und West, sondern entdecken auch die verbindenden Elemente zwischen den Biografien der Frauen beider deutscher Staaten. Besonders im Mittelpunkt: Das Streben nach Selbstbestimmung und Gleichberechtigung unter männerdominierten Strukturen.
Überholte Klischees und ihre Ursprünge
Auch Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung sind viele Zuschreibungen präsent: Während die „Westfrau“ häufig als „Heimchen am Herd“ oder „knallharte Karrierefrau“ gesehen wird, haftet der „Ostfrau“ das Image der „harten Arbeiterin“ oder der „Rabenmutter“ an. Die Ausstellung geht der Frage nach, woher diese Klischees stammen und inwiefern sie der Realität gerecht werden.
Mit Hilfe von QR-Codes auf den Ausstellungstafeln erschließen sich Besucherinnen und Besuchern weiterführende audiovisuelle Inhalte: Interviews, Zeitzeugenberichte und historisches Bildmaterial ermöglichen einen individuelle und vertiefenden Zugang zur jüngeren Frauengeschichte Deutschlands.
Einladung zur Eröffnung und Begleitvortrag
Die Ausstellungseröffnung ist für Dienstag, den 6. Mai 2025, um 16.00 Uhr im Foyer des Rathauses Kaiserslautern vorgesehen. Die offizielle Eröffnung übernimmt Oberbürgermeisterin Beate Kimmel. Im Anschluss findet ab 16.30 Uhr ein Vortrag von Danielle Regnault und Claudia Kettering zum Thema „ – Ungleiches Recht für?“ statt. Die Veranstaltung endet gegen 18.00 Uhr und richtet sich an alle Interessierten.
Kulturelles Engagement und freie Zugänglichkeit
Die Organisation der Ausstellung liegt in den Händen der Evangelischen Arbeitsstelle Bildung und Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Kaiserslautern. Ziel ist es, einen offenen Dialog zu fördern und die Geschichte weiblicher Lebenswelten sichtbar zu machen. Der Eintritt ist frei, die Ausstellung steht allen Interessierten während der üblichen Öffnungszeiten des Rathauses im Rathausfoyer am Willy-Brandt-Platz 1 zur Verfügung.
Ausstellung auf einen Blick
Die Ausstellung „“ verspricht einen spannenden Einblick in die Lebensrealitäten von Frauen beider Teile Deutschlands – eine wichtige Gelegenheit zur Reflexion und zur Auseinandersetzung mit der Frage, wie das Bild der Frau bis heute durch Geschichte und Gesellschaft geprägt wird.
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