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Brücke wird zur Graffiti-Leinwand

In Kaiserslautern gestalten rund 30 Kitas und Jugendgruppen die Fußgängerbrücke über der Ludwigstraße mit legalen Graffitis – als Beitrag gegen Schmierereien und für ein schöneres Stadtbild.

Brücke wird zur Graffiti-Leinwand
Bild zum Beitrag© Neues aus Kaiserslautern

Mit einer neuen Graffiti-Aktion setzt die Stadtbildpflege Kaiserslautern seit Anfang April 2026 auf kreative Gestaltung und Prävention zugleich. Kinder und Jugendliche verschönern dabei die Fußgängerbrücke über der Ludwigstraße mit Pinsel und Farbeimern. Ziel des Projekts ist es, illegale Graffiti zu verhindern und den öffentlichen Raum sichtbar aufzuwerten.

Kreative Gestaltung statt illegaler Schmierereien

Die Stadtbildpflege verfolgt mit dem Vorhaben einen klaren Ansatz: Durch legale, farbenfrohe Gestaltung sollen illegale Schmierereien in der Innenstadt zurückgedrängt werden. Am Ende der Aktion wird die bemalte Fläche zudem mit einer Beschichtung versehen, um sie vor neuen Verschmutzungen und Beschädigungen zu schützen.

Bei dem Projekt beteiligen sich nach Angaben der Stadtbildpflege rund 30 Kitas sowie mehrere Jugendgruppen. Sie gestalten das Steingeländer der 50 Meter langen Brücke abschnittsweise mit eigenen Motiven. Die Gruppen haben ihre Ideen eingebracht und setzen diese nun gemeinsam um. Das benötigte Arbeitsmaterial stellt der städtische Eigenbetrieb zur Verfügung.

Ein Projekt mit öffentlichem Bezug

Koordiniert wird die Maßnahme so, dass sie bis zur Eröffnung des Kultursommers Rheinland-Pfalz abgeschlossen sein soll. Es ist nicht das erste Vorhaben dieser Art: Bereits zuvor wurde die Außenwand des städtischen Wertstoffhofs in der Daennerstraße 17 künstlerisch gestaltet. Nun kommt mit der Fußgängerbrücke ein weiteres öffentliches Bauwerk hinzu, an dem junge Menschen ihre Fantasie einbringen können.

Andrea Buchloh-Adler, Werkleiterin der Stadtbildpflege, sieht darin eine weitere Präventions- und Gestaltungsidee. Ziel sei es, illegalen Schmierereien in der Innenstadt vorzubeugen und die Brücke mit legalen Graffiti farbenfroh gestalten zu lassen.

Stadtbild, Sicherheit und Prävention

Auch Bürgermeister Manfred Schulz bewertet die Aktion als Chance für ein attraktiveres Stadtbild. Er verweist darauf, dass selbst gestaltete Malereien die Wahrscheinlichkeit erneuter Sachbeschädigungen verringern können. Nach seiner Einschätzung ist der materielle Schaden für Eigentümerinnen und Eigentümer ebenso wie der immaterielle Schaden für die Gesellschaft oft groß, wenn Gebäude und Bauwerke im Stadtgebiet mit illegalen Graffiti beschmutzt sind.

Das Projekt soll damit nicht nur optische Akzente setzen, sondern auch das Sicherheitsgefühl der Menschen in der Stadt stärken. Die Verbindung aus Gestaltung und Prävention steht dabei im Mittelpunkt.

Weiterführung in den kommenden Jahren

Die Stadtbildpflege plant, auch in den kommenden Jahren ästhetische Graffiti durch engagierte Kinder- und Jugendgruppen im Stadtbild zu realisieren. Gleichzeitig sollen weiterhin illegale Wandmalereien von öffentlichen Bauwerken entfernt und die gereinigten Flächen mit einem Schutz beschichtet werden.

Private Eigentümerinnen und Eigentümer werden zum Thema Graffiti telefonisch beraten.

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