Kaltenholzhausen erforscht, wie ein neuer Dorfmittelpunkt lebendig wird

Kaltenholzhausen und die Universität Koblenz untersuchen im Projekt DiTKo, wie digitale Werkzeuge Begegnung und Gemeinschaft im Dorf fördern können.

Von Lokalredaktion Kaltenholzhausen1 Min. Lesezeit

Wie können Dorfgemeinschaftshaus, Abenteuer-Spielplatz und der geplante Multicourt zu einem lebendigen Treffpunkt für unterschiedliche Generationen werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Ortsgemeinde Kaltenholzhausen gemeinsam mit der Universität Koblenz im Forschungsprojekt „DiTKo – Inklusiver Digital Twin für kleine Kommunen“.

Ein erster Workshop dazu fand Anfang September im Rathaussaal statt. Daran nahmen das Projektteam der Universität und 14 Menschen aus Kaltenholzhausen teil. In drei Gruppen sammelten sie Themen, die für die künftige Entwicklung des Dorfes wichtig sind. Übereinstimmend nannten sie einen zentralen Treffpunkt, Begegnungen und Veranstaltungen, Kommunikation sowie Ehrenamt und Beteiligung.

Soziale Faktoren im Mittelpunkt

Ein digitaler Zwilling verknüpft Informationen über eine Gemeinde, damit sich Zusammenhänge besser verstehen und mögliche Zukunftsszenarien durchspielen lassen. Für Kaltenholzhausen ist weder ein aufwendiges 3D-Modell des Dorfes noch eine flächendeckende Installation von Sensoren vorgesehen. Stattdessen soll das Projekt untersuchen, ob sich auch Fragen zu Lebensqualität, Begegnung und Gemeinschaft mit diesem Ansatz besser erfassen lassen.

Während Gebäude, Flächen und Umweltdaten vergleichsweise einfach zu messen sind, ist das bei sozialen Faktoren schwieriger. Dazu zählen Begegnung, Beteiligung, Akzeptanz und ehrenamtliches Engagement. Eine zentrale Forschungsfrage lautet deshalb, ob und wie sich solche Faktoren in einem digitalen Zwilling abbilden lassen.

„Wir schaffen gerade eine sehr gute Infrastruktur für einen neuen Dorfmittelpunkt. Aber Infrastruktur allein schafft noch keine Gemeinschaft. Entscheidend ist, was die Menschen daraus machen. Genau diesen Zusammenhang möchten wir mit DiTKo besser verstehen“, sagt Christine Schnatz, 1. Beigeordnete der Ortsgemeinde.

Ergebnisse werden ausgewertet

Die Universität wertet die Ergebnisse des Workshops aus. Danach soll gemeinsam mit der Ortsgemeinde geklärt werden, welche Zusammenhänge für das Szenario wichtig sind und welche Daten dafür benötigt werden. Das Projekt läuft bis Ende 2028. Es soll zeigen, wie kleine Kommunen digitale Werkzeuge nutzen können, um Entwicklungen besser zu verstehen und Entscheidungen fundierter vorzubereiten.

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