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Neue Vergütungsregeln für ZDF-Schauspieler ab 2026

Bundesverband Schauspiel, Produktionsallianz und ZDF vereinbaren faire Bezahlung mit Erlösbeteiligung und Punktemodell

Von Herold Hollywood

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Der Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS), die Produktionsallianz und das ZDF haben erstmals gemeinsame Vergütungsregeln für Schauspielerinnen und Schauspieler bei fiktionalen Auftragsproduktionen des ZDF vereinbart. Die neu eingeführte „BFFS-ZDF-Schauspiel-GVR“ berücksichtigt dabei die geänderten Nutzungsrealitäten audiovisueller Inhalte und setzt einen wichtigen, zukunftsorientierten Meilenstein für die Filmbranche.

Neues Vergütungsmodell ab 2026

Die Vereinbarung sieht ab Anfang 2026 drei verschiedene Vergütungsmodelle vor, angepasst an Formatlänge und Produktionsart. Die bestehenden Modelle für Wiederholungsvergütung gelten künftig auch für 90- und 60-minütige Produktionen. Serienproduktionen profitieren extra von einem eingeführten Punktemodell, das flexible und transparente Abrechnungen auf Basis konkreter Nutzungsvorgänge ermöglicht.

  • Gilt für fiktionale Auftragsproduktionen des ZDF
  • Drei Modelle – zugeschnitten auf Format und Produktionsart
  • Serien profitieren vom neuen Punktemodell
  • Wiederholungsmodelle werden auf mehr Formate erweitert
  • Stärkere Erlösbeteiligung sorgt für zukunftsfähige Bedingungen

    Eine zentrale Neuerung ist, dass ab sofort eine Erlösbeteiligung für Schauspielerinnen und Schauspieler aus kommerziellen Vertriebserlösen vorgesehen ist. Damit ist schauspielerisches Arbeiten bei Filmproduktionen ohne Aussicht auf Folgevergütung endgültig passé. Dieser Schritt hebt die künstlerische Arbeit auf ein neues Niveau und sichert zusätzliche Einkommensmöglichkeiten.

    Transparenz und Fairness rücken in den Fokus

    „Dieses erste Abkommen ist ein willkommener und ermutigender Lichtblick in einer ansonsten für Schauspieler*innen schwierigen Zeit.“ Mit diesen Worten bringt Heinrich Schafmeister, tarifbevollmächtigter Vorstand des BFFS, die Bedeutung der Vereinbarung auf den Punkt.

    ZDF-Programmdirektorin Dr. Nadine Bilke betont: „Das Ergebnis intensiver konstruktiver Verhandlungen ist eine faire, rechtssichere Vergütung künstlerischer Leistungen. Das stärkt unsere Partnerschaft mit den Künstlerinnen und Künstlern.“

    Michelle Müntefering, CEO der Produktionsallianz, unterstreicht: „Ich freue mich, dass es allen Beteiligten gelungen ist, mit dieser GVR einen fairen und zukunftsfähigen Kompromiss zu finden.“

    Blick in die Zukunft: Weitere Gesprächsthemen stehen an

    Nach erfolgreichem Abschluss dieser Einigung richten die Beteiligten den Fokus auf weitere aktuelle Herausforderungen der Branche. So kündigt Bernhard Börkmann, geschäftsführender Justiziar und Rechtsanwalt des BFFS, an: „Nun wollen wir Gespräche zu weiteren wichtigen Themen, dazu gehören vor allem der Umgang mit Künstlicher Intelligenz, fortsetzen.“

    Die Vereinbarung zwischen BFFS, Produktionsallianz und ZDF stellt damit einen wichtigen Fortschritt in der deutschen Film- und Fernsehbranche dar. Sie schafft mehr Fairness und Transparenz und macht die Rahmenbedingungen für Kunstschaffende zukunftssicherer.

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