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Schockanrufe auf Russisch: Polizei warnt vor Betrugswelle

Im Raum Koblenz richten sich die Anrufe gezielt an russischsprachige Seniorinnen und Senioren – Schaden bereits bei rund 50.000 Euro.

Von Blaulichtreport

Im Bereich des Polizeipräsidiums Koblenz häufen sich nach Angaben der Polizei in den letzten Wochen betrügerische Telefonanrufe. Dabei geht es um eine Abwandlung der bekannten Masche des Schockanrufs, die sich nun offenbar gezielt an russisch sprechende Bürgerinnen und Bürger richtet.

Neue Variante einer bekannten Betrugsmasche

Die Anrufe erfolgen demnach häufig in russischer Sprache oder mit russisch klingenden Namen als Bezugspunkt. Besonders betroffen sind laut Mitteilung meist Seniorinnen und Senioren. Die Täter geben sich zu Beginn in der Regel als nahe Angehörige aus und schildern eine vermeintliche Notlage.

Im weiteren Verlauf übernehmen angebliche Polizeibeamte oder andere Amtspersonen das Gespräch. Unter dem Vorwand, eine drohende Haftstrafe abwenden zu können, verlangen sie die Zahlung einer hohen Kaution. Ziel ist es, an Geld zu gelangen.

Auch im Raum Koblenz mehrfach aufgetreten

Nach Angaben der Polizei kam es auch im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Koblenz in den letzten Wochen mehrfach zu solchen Taten. Der dabei entstandene Gesamtschaden liegt bei etwa 50.000 EUR.

Die wichtigsten Hinweise der Polizei

Die Polizei rät ausdrücklich zu besonderer Vorsicht bei entsprechenden Anrufen. Wer kontaktiert wird, sollte die Situation nicht unter Druck entscheiden, sondern das Gespräch sofort beenden und die Angaben überprüfen.

  • Geben Sie niemals Bargeld oder Wertgegenstände zur Abwendung strafrechtlicher Maßnahmen heraus.
  • Seien Sie bei derartigen Anrufen besonders misstrauisch und beenden Sie das Gespräch umgehend.
  • Nehmen Sie Kontakt zu Ihren tatsächlichen Angehörigen auf, um die geschilderte Situation zu überprüfen.
  • Appell an Angehörige und Bekannte

    Die Polizei bittet darum, insbesondere russischsprechende Angehörige vor solchen betrügerischen Anrufen zu warnen. Wer russischsprechende Seniorinnen und Senioren in Familie, Verwandtschaft oder Bekanntschaft hat, kann mit Aufmerksamkeit und Mithilfe dazu beitragen, finanzielle Schäden und erhebliche psychische Belastungen zu verhindern.

    Die Mitteilung endet mit einem klaren Appell: Wachsamkeit und direkte Rücksprache mit echten Angehörigen können entscheidend sein, um Betrug in dieser Form frühzeitig zu erkennen.

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