Protest gegen Abschiebung in Landau
30 Demonstranten blockieren Polizeidienststelle – Ermittlungen wegen Versammlungsgesetz und Widerstand

Am 20. November 2025 kam es in Landau in der Pfalz zu einer öffentlichkeitswirksamen Demonstration vor der Polizeidienststelle in der Paul-Denis-Straße. Hintergrund war die geplante Abschiebung eines 29-jährigen Mannes aus Aserbaidschan, der zuvor von der Ausländerbehörde der Stadtverwaltung einer ärztlichen Untersuchung unterzogen werden sollte.
Ablauf der Demonstration
Gegen 12:00 Uhr versammelten sich rund 30 Personen vor dem Gebäude der Polizei und drückten ihren Unmut über das bevorstehende Abschiebeverfahren aus. Die Gruppe positionierte Absperrbarken aus den örtlichen Baustellen vor beide Ein- und Ausgänge der Dienststelle, womit sie die Funktionsfähigkeit der Einsatzkräfte zunächst einschränkte.
Die Demonstranten forderten in diesem Zusammenhang die sofortige Freilassung des betroffenen Mannes.
Polizeiliches Vorgehen und Auflösung der Blockade
Nachdem weitere Polizeikräfte hinzugezogen wurden, gelang es, die Absperrungen zu entfernen. Dadurch war der reguläre Betrieb der Polizeidienststelle wieder gewährleistet. Bis 13:15 Uhr hatte sich die Versammlung vollständig aufgelöst, ohne dass es zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen den Demonstrierenden und Einsatzkräften kam.
Juristische Folgen und weitere Ermittlungen
Obwohl die Kundgebung friedlich verlief, prüft die Polizei mögliche Verstöße gegen das Versammlungsgesetz. Darüber hinaus wurden erste Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Nötigung sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.
Die Auswertung der Ereignisse und die rechtliche Einordnung werden durch die Polizeidirektion Landau fortgeführt. Weitere Entwicklungen in diesem Fall bleiben abzuwarten.
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