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Polizei stoppt mutmaßlichen Handwerker-Trick

In Eußerthal forderten drei Männer plötzlich deutlich mehr Geld für kleine Arbeiten – die Tochter alarmierte rechtzeitig die Beamten.

Von Blaulichtreport
Polizei stoppt mutmaßlichen Handwerker-Trick
Fiktives KI-SymbolbildKI-generiert · Herausgeber: Hessen App GmbH

Die Polizei Annweiler hat eine 59-jährige Frau aus Eußerthal nach eigenen Angaben gerade noch davor bewahrt, Opfer eines gewerbsmäßigen Betrugs und Wuchers zu werden. Der Fall zeigt eine Masche, bei der angebliche Handwerker mit zunächst niedrigen Preisen auftreten und im weiteren Verlauf massiv nachverhandeln. Am Ende standen statt der vereinbarten 300 Euro plötzlich 6000 Euro im Raum.

So lief der Vorfall ab

Nach Angaben der Polizei hatte die Frau sich zu Hause von drei fremden Männern überreden lassen, kleine Handwerksarbeiten direkt an ihrem Haus ausführen zu lassen. Für diese Arbeiten wurde zunächst ein Preis von 300 Euro vereinbart, den die Frau als angemessen ansah.

Nachdem die Arbeiten erledigt waren, änderte sich die Situation abrupt: Die Männer verlangten wegen angeblicher Schwierigkeiten auf einmal 6000 Euro. Unter Druck gesetzt, wurde der Betrag später auf 3000 Euro reduziert. Die Frau wollte anschließend mit den Männern zur Bank fahren.

Dass es nicht dazu kam, war einem Zufall zu verdanken: Die Tochter bekam das Geschehen mit und verständigte die Polizei.

Polizei stoppt Geldübergabe

Die Beamten erkannten die Masche sofort, verhinderten die Geldübergabe und leiteten Strafverfahren gegen die drei Männer ein. Nach Angaben der Polizei wurden sie vorläufig festgenommen, erkennungsdienstlich behandelt und anschließend der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zollamts übergeben.

Dort wurden Ermittlungen wegen illegaler Erwerbstätigkeit aufgenommen. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um eine europaweit agierende Bande handeln dürfte, die die Schwäche und Unwissenheit argloser Opfer ausnutzt.

Warnung vor Druck und spontanen Zahlungen

Die Polizei rät dazu, sich bei Handwerksgeschäften nicht unter Druck setzen zu lassen und bei Unsicherheiten den Rat Dritter einzuholen. Auch voreilige Entscheidungen sollten vermieden werden.

Wichtig sei es zudem, bei einem unguten Gefühl die Polizei zu informieren, nicht an der Haustür zu bezahlen und auf ordentliche Angebote sowie Rechnungen zu bestehen. Nachträgliche unseriöse Preiserhöhungen seien ein deutliches Warnsignal. Verbraucher sollten ihre Rechte konsequent wahrnehmen.

Worauf Betroffene achten sollten

  • nicht unter Druck setzen lassen
  • Rat Dritter einholen
  • keine voreiligen Entscheidungen treffen
  • bei ungutem Gefühl die Polizei informieren
  • nicht an der Haustür bezahlen
  • ordentliche Angebote und Rechnungen verlangen
  • auf Verbraucherrechte bestehen
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