Nachtfahrverbot schützt wandernde Amphibien
Kreisstraße 16 bei Wachenheim gesperrt – Bußgeld bei Missachtung und erfolgreiche erste Kontrollen
Die jährliche Amphibienwanderung stellt für viele Tierarten eine gefährliche Zeit dar. Besonders betroffen ist die Strecke der Kreisstraße 16 (K16) zwischen Wachenheim an der Weinstraße und Lindenberg, wo zahlreiche Erdkröten und insbesondere der Feuersalamander unterwegs sind. Um die Tiere zu schützen, greift die Polizeiinspektion Bad Dürkheim erneut zu gezielten Maßnahmen.
Temporäres Durchfahrtsverbot zum Schutz gefährdeter Arten
Von 19:00 Uhr bis 06:00 Uhr gilt auf dem Streckenabschnitt ein tägliches Durchfahrtsverbot. Diese Sperrung ist vor allem auf den Schutz der Amphibienpopulationen ausgerichtet. Autofahrer, die das Verbot missachten, gefährden nicht nur die Tiere, sondern müssen auch mit einem Bußgeld von 50 Euro rechnen.
Erfolgskontrolle und Rückgang der Todesrate
Bei einer Kontrolle am 24. Februar 2026 berichteten die Einsatzkräfte von zahlreichen Amphibien auf der Straße. Vier Feuersalamander konnten rechtzeitig geborgen und in Sicherheit gebracht werden. Bemerkenswert ist, dass die Zahl der verendeten Tiere im Vergleich zum Vorjahr erheblich zurückgegangen ist – ein Zeichen für die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen.
Appell der Polizei: Rücksicht und Umsicht im Straßenverkehr
Die Polizeiinspektion Bad Dürkheim ruft alle Verkehrsteilnehmenden dazu auf, das Durchfahrtsverbot strikt einzuhalten und sich an die Umleitungen über die Bundesstraße 271 sowie die L514 in Richtung Deidesheim zu halten. Dies dient dem Artenschutz und unterstützt die Erhaltung bedrohter Populationen.
Mit gezielten Kontrollen und Aufklärung setzt die Polizei ein klares Signal für den Natur- und Artenschutz. Die Reduktion der verendeten Amphibien zeigt, dass gemeinsames Handeln Erfolge bringt.
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