Dachstuhlbrand in Koblenz: Ursache weiter unklar
Polizei hält Handwerkerarbeiten im Dachgeschoss für wahrscheinlich, der Schaden dürfte im hohen sechsstelligen Bereich liegen.

Nach dem Dachstuhlbrand am 13. April 2026 in Koblenz-Oberwerth hat das Polizeipräsidium Koblenz eine weitere Nachtragsmeldung vorgelegt. Demnach dürfte der Brand im Rahmen oder im Nachgang von Handwerkerarbeiten im Bereich des Dachgeschosses entstanden sein. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung liegen nach aktuellem Stand nicht vor. Eine abschließende Bewertung der Brandursache ist laut Mitteilung jedoch noch nicht möglich.
Ermittlungsstand zur Brandursache
Die Brandursachenermittlung wurde am gestrigen Tag durchgeführt. Auf Grundlage der vorliegenden validen Angaben bleibt die Ursache weiterhin offen, auch wenn der Zusammenhang mit Arbeiten im Dachgeschoss als wahrscheinlich beschrieben wird. Die Polizei betont, dass derzeit keine abschließenden Aussagen getroffen werden können.
Die Mitteilung ordnet den Brand damit in einen möglichen Zusammenhang mit Handwerkerarbeiten ein, ohne bereits eine endgültige Ursache festzulegen. Für die Ermittlungen ist das ein Zwischenergebnis, kein Abschluss.
Schadenshöhe wohl im hohen sechsstelligen Bereich
Auch zur Schadenshöhe gibt es eine Einschätzung, die jedoch ebenfalls noch nicht endgültig ist. Nicht zuletzt wegen der Löscharbeiten und des eingedrungenen Löschwassers dürfte sich der Schaden nach Angaben der Polizei mindestens im hohen sechsstelligen Bereich bewegen. Eine genaue Bezifferung soll erst gutachterlich erfolgen.
Damit verweist die Mitteilung auf ein erhebliches Ausmaß der Folgen. Die endgültige Höhe des Schadens bleibt aber noch offen und hängt von einer fachlichen Bewertung ab.
Keine Verletzten gemeldet
Wichtig ist aus Sicht der Einsatzlage vor allem ein Punkt: Bei dem Brand kamen keine Personen zu Schaden. Weitere Angaben zu Verletzten wurden in der Mitteilung nicht gemacht.
Historisches Gebäude im Umbau
Das betroffene Anwesen wird von den Bauherren als „Palais Drei-Klang“ bezeichnet. Nach Angaben der Polizei handelt es sich ursprünglich um das ehemalige Königlich preußische Lehrerinnenseminar. Das historische Gebäude wurde 1907 im Auftrag des Preußischen Kultusministeriums erbaut.
Derzeit befindet sich das Anwesen im Umbau zu Eigentumswohnungen. Damit ist der Brand auch für ein Objekt von historischer Bedeutung eingetreten, das sich gerade in einer Phase der baulichen Veränderung befand.
Einordnung der Mitteilung
Die Nachtragsmeldung ergänzt frühere Berichte vom 13., 20. und 14.2026, 02.04 Uhr. Sie konzentriert sich vor allem auf den Stand der Brandursachenermittlung, die vorläufige Schadensbewertung und die Einordnung des betroffenen Gebäudes.
Für die weitere Bewertung bleiben vor allem zwei Punkte entscheidend: die abschließende Ursache des Brandes und die gutachterliche Bestimmung der Schadenshöhe. Bis dahin bleibt es bei einer vorsichtigen Einordnung auf Basis der bisherigen Erkenntnisse.
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